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07.12.2025
09:26 Uhr
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Die Ukraine hat einen russischen Angriff auf die Industriestadt Krementschuk gemeldet – auch mit Hyperschallraketen. Hier liegt eine der größten Ölraffinerien des Landes.

Russland hat die zentralukrainische Industriestadt Krementschuk ukrainischen Angaben zufolge in der Nacht mit Drohnen und Raketen angegriffen. Bei dem Angriff seien mehrere Unternehmen des Energiesektors getroffen worden, sagte der Militärgouverneur des Gebiets Poltawa, Wolodymyr Kohut. Demnach wurden durch direkte Treffer und herabstürzende Trümmer Brände ausgelöst. Technische Anlagen seien beschädigt worden, sagte Kohut. In Krementschuk befindet sich eine der größten Ölraffinerien der Ukraine. Der Bürgermeister der Stadt, Witalij Malezkyj, meldete Ausfälle in der Strom- und Wasserversorgung. Die Stadtverwaltung arbeite daran, die Versorgung wiederherzustellen. Malezkyj veröffentlichte zudem ein Foto, das einen großen Brand in einem Industriegebäude zeigt. Der ukrainischen Luftwaffe zufolge setzte Russland in der Nacht 241 Kampfdrohnen, drei Hyperschallraketen vom Typ Kinschal und zwei ballistische Raketen ein. Es seien 65 Drohnentreffer an 14 Orten in der Ukraine festgestellt worden, teilte die Luftwaffe mit. Abgewehrt wurden demnach 175 Drohnen, zwei Kinschal-Raketen und zwei ballistische Raketen. Bereits in der Nacht auf Samstag hatte ein russischer Luftangriff erneut das Energienetz der Ukraine getroffen. In mehreren Regionen wurden Verletzte und Notabschaltungen des Stroms gemeldet. Präsident Wolodymyr Selenskyj warf Russland vor, die ukrainische zivile Infrastruktur zu attackieren. Beratungen über US-Friedensplan am Montag in London geplant Am Samstag waren in Florida die dreitägigen amerikanisch-ukrainischen Verhandlungen über den US-Friedensplan zu Ende gegangen. Selenskyj sprach nach einem Telefonat mit dem Sondergesandten Steve Witkoff und Verhandler Jared Kushner von konzentrierten und konstruktiven Gesprächen. "Wir (…) sind Eckpunkte durchgegangen, die ein Ende des Blutvergießens sicherstellen können und die Gefahr einer neuen russischen Invasion eliminieren und das Risiko, dass Russland seine Versprechen nicht einhält, wie es in der Vergangenheit mehrmals passiert ist", schrieb Selenskyj auf X. Am Montag will der ukrainische Präsident wieder mit seinen europäischen Unterstützern beraten. Der britische Premierminister Keir Starmer lädt dafür nach London ein, wie die Nachrichtenagentur PA meldete. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) wird Angaben eines Sprechers zufolge an dem Treffen teilnehmen, ebenso Frankreichs Präsident Emmanuel Macron. Verfolgen Sie alle Entwicklungen zum Krieg in der Ukraine in unserem Liveblog.