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22.01.2026
15:43 Uhr
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Nach Zahlen der Kassenärzte entfallen nur 0,9 Prozent aller Krankschreibungen auf Telefonate. Friedrich Merz hatte darin eine Ursache für den hohen Krankenstand vermutet.

Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Nordrhein hat die Debatte über telefonische Krankschreibungen als "Phantom-Diskussion" bezeichnet. Die Probleme des vergleichsweise hohen Krankenstandes in Deutschland seien nicht durch die relativ geringe Zahl telefonischer Arbeitsunfähigkeits-Bescheinigungen bedingt, teilte der KV-Vorsitzende Frank Bergmann in Düsseldorf mit. Nach Angaben des Zentralinstituts für die Kassenärztliche Versorgung machen telefonische Krankschreibungen bundesweit lediglich 0,9 Prozent aller Fälle aus. Die Daten stammen vom Herbst 2025. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hatte am vergangenen Samstag bei einer Wahlkampfveranstaltung in Baden-Württemberg den aus seiner Sicht zu hohen Krankenstand kritisiert: Im Schnitt kämen die Beschäftigten in Deutschland auf drei Wochen Krankschreibung. Merz führte das auch auf die Möglichkeit zurück, sich telefonisch krankschreiben zu lassen, die während der Coronapandemie geschaffen worden war. Nach Merz' Äußerungen kündigte Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) am Montag eine Überprüfung an. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.