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15.02.2026
13:34 Uhr
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Wegen Korruptionsverdachts musste Herman Haluschtschenko sein Ministeramt in der Ukraine verlassen. Die Ermittlungsbehörden nahmen ihn nun bei einem Ausreiseversuch fest.

Der wegen Korruptionsverdacht von seinen Aufgaben entbundene frühere ukrainische Minister Herman Haluschtschenko ist bei einer versuchten Ausreise aus dem Land festgenommen worden. Das teilten die für Korruptionsbekämpfung zuständigen Kyjiwer Behörden SAP und Nabu auf ihren Telegram-Kanälen mit. Sie erwähnten Haluschtschenko in der Erklärung nicht namentlich, sondern sprachen von einem "früheren Energieminister". Die Ermittlungen in dem weit verzweigten Fall von mutmaßlicher Bestechlichkeit dauerten an. Im vergangenen November hatten ukrainische Korruptionsermittler Vorwürfe gegen eine Gruppe mutmaßlich bestechlicher Staatsbediensteter im direkten Umfeld von Präsident Wolodymyr Selenskyj erhoben. Sie sollen sich im staatlichen Konzern Energoatom mit Geld bereichert haben, das eigentlich für Schutzbauten um Energieanlagen gegen feindliche Luftangriffe bestimmt war. Haluschtschenko musste nach Bekanntwerden der Vorwürfe seine Aufgaben als Justizminister niederlegen. Damals hieß es, dies sei für die Dauer der Ermittlungen der Fall. Er war zuvor bis zum Juli 2025 Energieminister gewesen. Auch Selenskyj-Vertrauter Minditsch beschuldigt Neben Haluschtschenko wurden etwa auch Vorwürfe gegen den Selenskyj-Vertrauten Tymur Minditsch erhoben. Diesem gelang die Flucht. Laut Staatsanwaltschaft soll Minditsch Einfluss auf staatliche Entscheidungen im Energie- und im Rüstungsbereich genommen haben. Der Präsident baute angesichts von Protesten aus der Bevölkerung Teile der Regierung um. Er ersetzte im Zuge dessen auch seinen einflussreichen Stabschef Andrij Jermak . Bei den Vorwürfen rund um Energoatom dürfte es sich um den größten Bestechungsskandal der Ukraine während des Krieges handeln. Das Land gilt insgesamt als korruptionsanfällig. Beobachter bewerten es aber als positiv, dass die Antikorruptionsbehörden ihre Arbeit trotz des Krieges weiterführen. Aktuelle Nachrichten zum russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine können Sie in unserem Liveblog verfolgen .