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20.12.2025
10:42 Uhr
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Pakistans ehemaliger Regierungschef Imran Khan und seine Frau sind zu jeweils 17 Jahren Haft verurteilt worden. Es geht um Luxusuhren vom saudi-arabischen Kronprinzen.

In Pakistan hat ein Gericht den früheren Premierminister Imran Khan und seine Frau Bushra Bibi erneut wegen Korruption zu jeweils siebzehn Jahren Haft verurteilt. In dem Fall ging es um Luxusuhren, die Khan vom saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman bei offiziellen Besuchen geschenkt bekommen hatte. Anschließend sollen Khan und Bibi die Uhren zu einem stark reduzierten Preis vom Staat erworben und damit gegen pakistanisches Recht verstoßen haben. Die Haftstrafe setzt sich aus zehn Jahren wegen Untreue und weiteren sieben Jahren nach den Antikorruptionsgesetzen zusammen, wie das Gericht mitteilte. Nach Angaben des Informationsministers Attaullah Tarar muss Khan die neue Strafe nach Verbüßung einer bereits verhängten 14-jährigen Haftstrafe antreten. "Das Gericht hat das Urteil verkündet, ohne die Verteidigung anzuhören", sagte Khans Anwalt. Khans Verteidigung kündigte an, gegen das Urteil Berufung einzulegen. Khan war von 2018 bis 2022 Premierminister in Pakistan, bevor er durch ein Misstrauensvotum gestürzt wurde. Seit August 2023 sitzt er im Gefängnis und verbüßt dort eine Haftstrafe wegen Landenteignung. Khan sieht sich mit zahlreichen Anklagen konfrontiert, die von Korruption über Terrorismus bis zum Verrat von Staatsgeheimnissen reichen. Khan hatte in allen Fällen ein Fehlverhalten bestritten und die Verfahren als politisch motiviert bezeichnet.