Zeit 02.01.2026
03:40 Uhr

Konflikt zwischen USA und Venezuela: Venezuelas Präsident Nicolás Maduro offen für Gespräche mit den USA


Maduro ist bereit, mit den USA über ein Abkommen zur Bekämpfung des Drogenhandels zu verhandeln. Es sei an der Zeit, dass beide Länder "ernsthaft miteinander sprechen".

Konflikt zwischen USA und Venezuela: Venezuelas Präsident Nicolás Maduro offen für Gespräche mit den USA
Der venezolanische Präsident Nicolás Maduro ist offen für Verhandlungen über ein Abkommen mit den USA zur Bekämpfung des Drogenhandels. Das sagte Maduro in einem vorab aufgezeichneten Interview, das am Donnerstag (Ortszeit) im Staatsfernsehen ausgestrahlt wurde. "Wo immer sie wollen und wann immer sie wollen", sagte er mit Blick auf mögliche Gespräche mit den USA über die Bereiche Drogenhandel, Öl und Migration. In dem Interview mit dem spanischen Journalisten Ignacio Ramonet warf der venezolanische Staatschef der US-Regierung vor, sie wolle mit einer seit Monaten andauernden Druckkampagne einen Regierungswechsel erzwingen und sich Zugang zu Venezuelas umfangreichen Ölreserven verschaffen. "Es ist klar, dass sie versuchen, sich durch Drohungen, Einschüchterung und Gewalt durchzusetzen", sagte Maduro. Später fügte er hinzu, es sei an der Zeit, dass beide Länder "ernsthaft miteinander sprechen – mit belastbaren Fakten". Die US-Regierung wisse, dass Venezuela bereit sei, über ein Abkommen zur Bekämpfung des Drogenhandels zu verhandeln, sagte Maduro. "Wenn sie Öl wollen, ist Venezuela bereit für US-Investitionen, wie mit Chevron – wann immer sie wollen, wo immer sie wollen und wie immer sie wollen." Venezuela verfügt über die weltweit größten nachgewiesenen Ölreserven. Ausweichende Antwort auf Frage nach US-Angriff auf Hafenanlage Auf einen US-Angriff auf eine Hafenanlage angesprochen, der laut US-Präsident Donald Trump auf venezolanische Drogenboote abzielte, antwortete Maduro ausweichend. "Das könnte etwas sein, worüber wir in ein paar Tagen sprechen", sagte er auf die Frage, ob er den Angriff bestätige oder dementiere. Es war der erste bekannte US-Angriff auf venezolanischem Boden . Trump setzt Maduro derzeit militärisch unter Druck. Seit September greift die US-Armee immer wieder Boote angeblicher Drogenschmuggler in der Karibik und im Ostpazifik an . Dabei wurden bereits mehr als 100 Menschen getötet. Die USA brachten zudem Kriegsschiffe vor der venezolanischen Küste in Stellung. Trump beschuldigt den venezolanischen Präsidenten, Drogenbanden zu kontrollieren und gezielt gegen die USA einzusetzen. Maduro wirft Trump vor, ihn stürzen zu wollen.