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19.02.2026
17:15 Uhr
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Die USA drohen dem Iran erneut mit einem Militärschlag. Wie realistisch ist ein Angriff? Und: Der rassistische Anschlag von Hanau jährt sich zum sechsten Mal.

Nach neuen Verhandlungen mit dem Iran hält die US-Regierung an der Drohung eines Militärschlags fest. Im Zentrum des Konflikts steht weiterhin das iranische Atomprogramm : Die USA verlangen dessen vollständige Aufgabe, der Iran fordert im Gegenzug die Aufhebung der US-Sanktionen . Laut dem US-Sender CBS News ist das amerikanische Militär bereit, bereits am Samstag Angriffe auf den Iran zu beginnen. Der Sender beruft sich auf informierte Quellen aus dem Umfeld hoher Sicherheitsbeamter. Eine endgültige Entscheidung von Präsident Donald Trump steht demnach noch aus. Auch der Iran bereite sich laut Berichten auf einen möglichen Krieg vor, während er zugleich weiter auf ein Atomabkommen drängt. Die Bundesregierung reagiert ebenfalls auf die angespannte Lage. Im Auswärtigen Amt trat ein Krisenstab zusammen. Polen rief seine Staatsbürger bereits dazu auf, den Iran zu verlassen und von Reisen dorthin abzusehen. Wie wahrscheinlich ein US-Angriff auf den Iran ist, ordnet Holger Stark ein. Er ist Ressortleiter für Investigative Recherche der ZEIT. Der rassistische Anschlag von Hanau jährt sich zum sechsten Mal. Am 19. Februar 2020 erschoss ein rassistischer Attentäter neun Menschen: Said Nesar Hashemi, Hamza Kenan Kurtović, Ferhat Unvar, Sedat Gürbüz, Fatih Saraçoğlu, Gökhan Gültekin, Vili Viorel Păun, Mercedes Kierpacz und Kaloyan Velkov. Im Januar ist ein weiteres Todesopfer hinzugekommen: Ibrahim Akkuş ist an den Spätfolgen seiner schweren Schussverletzungen gestorben. Angehörige der Ermordeten kritisieren weiterhin fehlende juristische Aufarbeitung. Sie werfen den Behörden mangelnde Aufklärung und ausbleibende Konsequenzen vor. ZEIT-Autorin Miriam Davoudvandi ordnet ein, was die Familien der Ermordeten fordern. Außerdem im Update : Die DB Cargo will rund 6.200 der 14.000 Stellen in Deutschland abbauen . Unternehmenschef Bernhard Osburg plant die Maßnahme im Rahmen eines Sanierungskonzepts, um die verlustreiche Güterverkehrssparte bis spätestens 2026 wieder aus den roten Zahlen zu bringen. Grund sind EU-Vorgaben, nach denen die Deutsche Bahn die Verluste nicht mehr ausgleichen darf. Der frühere südkoreanische Präsident Yoon Suk Yeol ist wegen der Verhängung des Kriegsrechts im Dezember 2024 zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Ein Gericht in Seoul sprach ihn des Aufruhrs schuldig, sah jedoch von der geforderten Todesstrafe ab. Yoon Suk Yeol war nach der kurzzeitigen Ausrufung des Kriegsrechts 2025 seines Amtes enthoben worden. Er weist die Vorwürfe zurück und prüft eine Berufung. Die britische Polizei hat den früheren Prinzen Andrew festgenommen. Ihm wird vorgeworfen, in seiner Zeit als Handelsbeauftragter vertrauliche Dokumente an Jeffrey Epstein weitergeleitet zu haben. Sexualdelikte werden in der offiziellen Mitteilung nicht genannt. Durchsuchungen fanden in Berkshire und Norfolk statt. König Charles III. sagte Unterstützung für die Ermittlungen zu. Und sonst so? Wenn Räuber Räuber fangen Moderation und Produktion: Moses Fendel Redaktion: Hannah Grünewald Mitarbeit: Celine Yasemin Rolle Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier . Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de . Wenn Sie immer auf dem Laufenden bleiben wollen, abonnieren Sie hier die ZEIT auf WhatsApp.