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09.02.2026
17:47 Uhr
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Im US-Kongress läuft eine Untersuchung zum Fall Epstein, Abgeordnete hofften auf eine Aussage seiner Komplizin. Doch diese will dafür eine Begnadigung durch Donald Trump.

Ghislaine Maxwell, die verurteilte Komplizin von Jeffrey Epstein , hat sich geweigert, bei einer Untersuchung durch US-Abgeordnete auszusagen. Maxwell hätte per Video aus einem Gefängnis in Texas vor Abgeordneten des Repräsentantenhauses sprechen sollen, machte jedoch von ihrem Recht Gebrauch, sich durch eine Aussage nicht selbst zu belasten, wie der republikanische Vorsitzende des Aufsichtsausschusses, James Comer, mitteilte. Maxwells Anwalt teilte mit, seine Mandantin sei nur dann zu einer Aussage bereit, wenn US-Präsident Donald Trump sie begnadige. Comer sagte, Maxwell verweigere die Beantwortung jeglicher Fragen. Das sei sehr enttäuschend. Die Ausschussmitglieder hätten viele Fragen zu den von ihr und Epstein begangenen Verbrechen sowie zu möglichen Mitverschwörern gehabt. Maxwell war im Fall Epstein wegen Sexhandels mit Minderjährigen verurteilt worden und sitzt eine 20-jährige Haftstrafe ab. Im US-Kongress läuft eine Untersuchung zu dem Missbrauchsfall. Die Abgeordneten wollen dabei nach Personen suchen, die Verbindungen zu Epstein hatten und den Missbrauch zahlreicher Frauen und Mädchen ermöglicht haben könnten. Kongress lehnte Immunitätsersuchen ab Maxwells Anwälte hatten vorab Immunität im Gegenzug für eine Aussage ihrer Mandantin gefordert. Der Kongress wies dies jedoch zurück. "Unter diesen Umständen würde das Verfahren keinen anderen Zweck erfüllen als reines politisches Theater", teilten Maxwells Anwälte daraufhin mit. Wie demokratische und republikanische Abgeordnete mitteilten, soll Maxwell angeboten haben, das Ehepaar Clinton und Trump mit einer Aussage in der Affäre um den systematischen Missbrauch zu entlasten. Sie sei bereit, zu bekunden, dass sich weder Ex-Präsident Bill Clinton noch Ex-Außenministerin Hillary Clinton oder Präsident Trump in ihrer Beziehung zu Epstein eines Fehlverhaltens schuldig gemacht hätten, teilte sie nach Angaben verschiedener Abgeordneter mit. Vertreter der Demokraten sagten, dass hinter dem Angebot Maxwells das Ziel stehen könnte, Trump zu einer Begnadigung zu bewegen. Es sei ganz klar, dass sie darum werbe, sagte die Repräsentantenhausabgeordnete Melanie Stansbury. Der bis in höchste Kreise von Politik und Wirtschaft vernetzte Epstein soll mehr als tausend Minderjährige und junge Frauen missbraucht und teils an Prominente weitergereicht haben. Er war erstmals 2008 wegen Anstiftung einer Minderjährigen zur Prostitution verurteilt worden. Wegen eines umstrittenen Deals mit der Staatsanwaltschaft erhielt er damals nur eine 18-monatige Haftstrafe. 2019 wurde er erneut festgenommen, unter anderem wegen des Verdachts auf sexuellen Missbrauch von Minderjährigen. Im August 2019 nahm er sich nach offiziellen Angaben im Gefängnis das Leben. Clintons sollen Ende Februar aussagen Ende Januar hatte das US-Justizministerium mehr als drei Millionen weitere Dokumente zum Fall Epstein veröffentlicht. Zwar sind keine neuen Strafverfahren in den USA zu erwarten, doch zahlreiche Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft stehen wegen Verbindungen zu Epstein in Kritik. Ende des Monats sollen auch der ehemalige Präsident Bill Clinton und seine Frau Hillary Clinton vor dem Kongressausschuss aussagen. Beide Demokraten forderten eine öffentliche Anhörung , um eine Instrumentalisierung durch die Republikaner von US-Präsident Trump zu verhindern. Trump hatte wie die Clintons Verbindungen zu Epstein, wurde vom Ausschuss jedoch nicht zur Aussage vorgeladen. Ein Fehlverhalten konnte weder den Clintons noch Trump bisher nachgewiesen werden.