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13.02.2026
06:03 Uhr
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US-Präsident Trump hat die sogenannte Gefährdungsfeststellung für Treibhausgase für ungültig erklärt. Umweltverbände sind geschockt, von der Kohleindustrie gibt es Lob.

US-Präsident Donald Trump hat eine der wichtigsten Vorgaben für den Klimaschutz in den Vereinigten Staaten zurückgenommen. Er erklärte die sogenannte Gefährdungsfeststellung für ungültig, der zufolge Treibhausgase gesundheitsschädlich sind. Darauf basieren unter anderem die Regeln für den Kohlendioxid-Ausstoß von Fahrzeugen sowie von Gas- und Kohlekraftwerken in den USA. Der Chef der Umweltbehörde EPA, Lee Zeldin, hatte bereits im Sommer vergangenen Jahres angekündigt, dass die Gefährdungsfeststellung zurückgenommen werden soll. Trump nannte die Klimaregelung aus der Amtszeit des Demokraten Barack Obama "katastrophal". Er behauptete, diese habe insbesondere "die amerikanische Autoindustrie schwer geschädigt und die Preise für Amerikaner massiv in die Höhe getrieben". Kritik von Umweltverbänden, Lob von der Kohleindustrie Bei Umweltverbänden und Politikern der oppositionellen Demokraten sorgte Trumps Entscheidung für heftige Kritik. Obama schrieb auf X: "Ohne sie werden wir weniger sicher, weniger gesund und weniger in der Lage sein, den Klimawandel zu bekämpfen – und das alles, damit die fossile Brennstoffindustrie noch mehr Geld verdienen kann." Die Kohleindustrie begrüßte die Ankündigung hingegen. Sie könne dazu beitragen, die Stilllegung alter Kohlekraftwerke in den USA abzuwenden, sagte Michelle Bloodworth, Präsidentin des Branchenverbands America's Power. Regelung entstand auf Basis zahlreicher Studien Die US-Umweltbehörde EPA hatte 2009 sechs Treibhausgase auf Basis zahlreicher wissenschaftlicher Studien als Luftverschmutzung und Gefährdung der Gesundheit von Menschen eingestuft. Dies war die Grundlage dafür, dass die Umweltbehörde die Gase laut einem zentralen Luftreinhaltegesetz überhaupt regulieren darf. Der "Clean Air Act" gibt der EPA die Befugnis, Schadstoffe in der Luft zu regulieren und Qualitätsstandards festzulegen. Die Gefährdungsfeststellung war damit zentral für viele Klimaschutzmaßnahmen in den USA. Treibhausgase gelten laut Forschung als Haupttreiber des menschengemachten Klimawandels. Seit dem späten 19. Jahrhundert haben die schädlichen Emissionen zu einem deutlichen Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur geführt. Dieser wirkt sich dem Weltklimarat IPCC zufolge in allen Weltregionen aus – etwa durch häufigere und heftigere Extremwetterereignisse wie Überschwemmungen, Hitzewellen oder Dürren. Um dem entgegenzuwirken, müsste der Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase schnell und deutlich sinken. Außerdem müssten große Mengen bereits ausgestoßener Gase wieder aus der Atmosphäre entfernt werden. Trump hat den Klimaschutz in der Vergangenheit bereits als "den größten Betrug" bezeichnet . Seit seinem Amtsantritt kürzt die US-Regierung rigoros Mittel für Klimaschutz- und Forschung .