Zeit 05.03.2026
22:09 Uhr

Klimakrise: Waldschäden sollen laut Studie durch Klimawandel deutlich zunehmen


Brände, Stürme und der Borkenkäfer werden Wäldern in Europa künftig stark zusetzen. Bereits bei 2 Grad Erderwärmung werden laut Studie 20 Prozent mehr Schäden erwartet.

Klimakrise: Waldschäden sollen laut Studie durch Klimawandel deutlich zunehmen
Waldschäden in Europa werden in Zukunft stark zunehmen. Davor warnt das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) in einer neuen Studie. Im Vergleich zu den vergangenen Jahrzehnten werden unter allen analysierten Klimaszenarien die Schäden durch Brände, Stürme und den Borkenkäfer zunehmen. Selbst bei einer Begrenzung der Erderwärmung auf zwei Grad im Vergleich zur vorindustriellen Zeit könnten Waldschäden bis zum Jahr 2100 um rund 20 Prozent ansteigen. Die jährlich geschädigte Waldfläche könnte laut der Studie bis zum Ende des Jahrhunderts auf etwa 216.000 Hektar pro Jahr anwachsen. Damit würde der Umfang der Schäden höher liegen als in den ohnehin bereits stark betroffenen Jahren 1986 bis 2020. Falls die Nutzung fossiler Energieträger in den kommenden Jahren weiter zunimmt, könnten sich die Waldschäden mehr als verdoppeln. Mögliche Entstehung von regionalen Hotspots in Europa Besonders betroffen sind laut Studie Süd- und Westeuropa. Dort dürften die Veränderungen am ausgeprägtesten ausfallen. Auch in Nordeuropa könnten regionale Hotspots mit erhöhtem Schadensrisiko entstehen. Durch die zunehmenden Schäden werden Europas Wälder in Zukunft weniger Kohlenstoff aufnehmen können. Dies erhöhe laut PIK den Druck auf andere Bereiche, ihre Emissionen schneller zu senken. Das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung nannte etwa die Bereiche Verkehr und Landwirtschaft.