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02.12.2025
20:03 Uhr
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Nach mehrtägiger Unterbrechung akzeptiert Venezuela wieder Abschiebeflüge aus den USA. Am Wochenende hatte eine Aussage Donald Trumps für ein Aussetzen gesorgt.

Nach einem verbalen Konflikt am Wochenende lässt Venezuela wieder Abschiebeflüge aus den Vereinigten Staaten ins Land. Präsident Nicolás Maduro habe dies auf Anfrage der USA genehmigt, teilte Transportminister Ramón Celestino Velásquez mit. Am Wochenende hatte US-Präsident Donald Trump über eine angebliche Sperrung des Luftraums über Venezuela gesprochen. Das Außenministerium in Caracas wertete die Aussage als Bedrohung . Zugleich hieß es in der Mitteilung der venezolanischen Behörden, die US-Regierung hätte damit einseitig beschlossen, keine weiteren Abschiebeflüge von Migranten nach Venezuela zu schicken. Nach Angaben Venezuelas wurden seit März insgesamt etwa 14.000 Migranten mit 75 Flügen zurückgeführt. Zuletzt landete am vergangenen Freitag eine Maschine aus dem US-Bundesstaat Arizona mit 136 Menschen, wie lokale Medien berichteten. Während seiner aktuellen Amtszeit verschärfte Trump den Ton und das Vorgehen gegenüber dem südamerikanischen Land. Die US-Regierung wirft dem autokratischen venezolanischen Präsidenten Maduro vor, in den internationalen Drogenhandel verwickelt zu sein und kriminelle Netzwerke zu unterstützen. Zuletzt verlegte sie außerdem den weltgrößten Flugzeugträger USS Gerald R. Ford mit weiteren Kriegsschiffen in die Karibik. Hegseth kündigt weitere Einsätze gegen mutmaßliche Drogenschmuggelboote an Seit September geht die US-Marine mit Angriffen gegen angebliche Drogenschmuggelboote vor. Dabei wurden laut US-Behörden mehr als 80 Menschen getötet. Mehrere Staaten hatten in den vergangenen Monaten Zweifel an der rechtlichen Grundlage für die Angriffe gezeigt. Der US-Verteidigungsminister Pete Hegseth kündigte indes am Dienstag an, die Einsätze fortsetzen zu wollen. "Wir haben gerade erst damit begonnen, Drogenboote zu versenken und Narko-Terroristen auf den Meeresgrund zu schicken, weil sie das amerikanische Volk vergiften", sagte Hegseth während einer Kabinettssitzung. Der Minister war zuletzt in die Kritik geraten, weil er persönlich angeordnet haben soll, nach einem der Angriffe Überlebende gezielt zu töten . Details dazu sind bislang noch unklar.