Zeit 05.10.2026
05:09 Uhr

Karibik: US-Militär tötet erneut vier Menschen auf angeblichem Schmugglerboot


Die USA setzen ihren Kampf gegen Drogenschmuggel in der Karibik fort. Erneut hat das Militär angebliche »Narco-Terroristen« auf einem Schnellboot getötet.

Karibik: US-Militär tötet erneut vier Menschen auf angeblichem Schmugglerboot
Erneut hat das US-Militär ein nach eigenen Angaben von Drogenschmugglern in der Karibik genutztes Schnellboot zerstört und dabei vier Menschen getötet. Das für die Region zuständige Militärkommando Southcom veröffentlichte ein Video auf der Plattform X , auf dem ein fahrendes Boot von einer nicht näher identifizierten Waffe getroffen wird, explodiert und in einem Feuerball aufgeht. Das Schnellboot sei nach bestätigten Geheimdienstberichten aktiv am Drogenhandel beteiligt gewesen. Bei den Getöteten habe es sich um »Narco-Terroristen« gehandelt, schrieb das Militär. Die Angaben ließen sich nicht unabhängig überprüfen. Auf Anordnung von Präsident Donald Trump greift das US-Militär seit etwa einem Jahr immer wieder Boote in der Karibik und im östlichen Pazifik an, mit denen angeblich Drogen in die USA geschmuggelt werden. Wie auch diesmal ist danach meistens von mehreren getöteten »Drogenterroristen« die Rede. Insgesamt sollen bei der Militäroperation » Southern Spear « Dutzende Boote getroffen und weit über 200 Menschen getötet worden sein. Kritiker bezweifeln, dass die tödlichen Angriffe in internationalen Gewässern völkerrechtlich zulässig sind. Nach jüngsten Angaben eines US-Regierungsbeamten soll der Drogenschmuggel in der Karibik infolge der Militäreinsätze um etwa zwei Drittel zurückgegangen sein. Auch diese Darstellung lässt sich nicht unabhängig überprüfen.