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01.06.2026
17:23 Uhr
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Seit Tagen wird über einen möglichen Kanzlerwechsel spekuliert. Im Zentrum: NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst. Der dementiert die Gerüchte beim Treffen mit dem Kanzler.

Entgegen der Spekulationen über einen möglichen Wechsel im Bundeskanzleramt haben Friedrich Merz und NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst bei einem Treffen nordrhein-westfälischer CDU-Politiker einen offensiven Zusammenhalt demonstriert. Bei der Veranstaltung im Sauerland wies Wüst die Spekulationen zurück. Er sichere dem Bundeskanzler seine »volle Unterstützung« zu. »Solche Personalspekulationen sind nicht nur Quatsch, ich will auch ausdrücklich davor warnen«, sagte er mit Blick auf die Debatte. Auch Merz war offensichtlich bemüht, ein gutes Verhältnis mit dem CDU-Landeschef zu vermitteln. Der Kanzler dankte der NRW-Landesregierung für ihre Arbeit in schwieriger Zeit. Zudem lobte der Parteichef den Einfluss des CDU-Landesverbands in der Bundespolitik. Noch nie sei die NRW-CDU so stark gewesen wie aktuell unter Wüst. Auf die Personaldebatte ging er in seiner Rede nicht weiter ein. Beide erhielten laut Teilnehmer-Kreisen lang anhaltenden Applaus. Die CDU-Tagung mit dem Zusammentreffen von Merz und Wüst war bereits seit Monaten geplant, in den öffentlichen Fokus war sie allerdings mit den »Kanzlertausch«-Gerüchten um Wüst geraten. Schon vor dem Treffen hatten beide die Spekulationen zurückgewiesen. Aus dem Umfeld von Merz hatte es geheißen, die Idee zeuge von einer »gefährlichen Lust an der Zündelei« und »bemerkenswerter Unkenntnis der Verfassung und der politischen Realität«. Wüst spricht Merz »voll Unterstützung« aus In der vergangenen Woche hatte es mehrere Medienberichte gegeben, nach denen innerhalb der CDU ein Kanzlerwechsel während der laufenden Legislaturperiode erwogen wird. Hintergrund sind zunehmende Unzufriedenheit mit der Regierung und historisch schlechte Beliebtheitswerte des Kanzlers. Umfragen sehen in Wüst indessen als einen der beliebtesten Unionspolitiker – er gilt derzeit als aussichtsreichster Nachfolgekandidat. Bei dem Treffen in Meschede bekräftigte Wüst seine Unterstützung für den Bundeskanzler allerdings noch zum wiederholten Mal. Die Herausforderungen, vor denen Deutschland stehe, seien groß und Merz gehe sie als Kanzler entschlossen an. »Dabei hast Du, lieber Friedrich, meine volle persönliche Unterstützung und die volle Unterstützung der gesamten CDU Nordrhein-Westfalen«, sagte Wüst.