Zeit 14.01.2026
19:25 Uhr

KI-Chatbot Grok: Elon Musk bestreitet KI-Generierung von sexualisierten Kinderbildern


Nutzer können Elon Musks Chatbot Grok dazu auffordern, freizügige Bilder von Menschen zu generieren – auch von Kindern. Der Milliardär will davon keine Kenntnis haben.

KI-Chatbot Grok: Elon Musk bestreitet KI-Generierung von sexualisierten Kinderbildern
Der Unternehmer Elon Musk gibt an, nichts von den sexualisierten Bildern Minderjähriger gewusst zu haben, die durch seine ‌künstliche Intelligenz (KI) Grok generiert wurden. "Mir sind keine von Grok generierten Nacktbilder von Minderjährigen bekannt. Buchstäblich null", schrieb der Gründer des KI-Entwicklers xAI auf der Plattform X. Zuvor hatten Nutzer des xAI-Chatbots Grok festgestellt, dass die KI ohne Weiteres freizügige Bilder von Menschen erstellt. Die Plattform X und der KI-Entwickler xAI – beide gehören Elon Musk – stehen weltweit in ‍der Kritik. Grok kann bei hochgeladenen Fotos realer ​Personen deren Kleidungsstücke entfernen oder sie in sexuell ‌eindeutigen Posen darstellen. Diese sogenannten Deepfakes betreffen sehr häufig Frauen, sind aber auch bei Minderjährigen möglich. Die derart manipulierten Bilder werden dann über X verbreitet, wo Grok mittlerweile implementiert ist. An Silvester räumte der Chatbot öffentlich ein, ein Bild von zwei Mädchen im Teenageralter "in sexualisierten Outfits" erstellt und geteilt zu haben. Später hatte der Bot auf X selbst eine Entschuldigung generiert , in der er von "Schwachstellen in unseren Sicherheitsvorkehrungen" sprach. "Die Verbreitung von kinderpornografischem Material ist illegal und verboten", schrieb die KI weiter. Staaten klagen gegen X Vor wenigen Tagen schränkte X die Bildgenerierung auf der Plattform schließlich ein, sodass sie inzwischen nur noch für zahlende Abonnenten zur Verfügung steht. Grok erstelle Bilder nur auf Anfrage der Nutzer, schrieb Musk nun auf X. Die Erstellung illegaler Inhalte lehne die KI ab, "da Grok grundsätzlich die Gesetze des jeweiligen Landes oder Bundesstaates befolgt", gab er an. Weiter schrieb Musk: Es könne jedoch vorkommen, dass "feindselige Hackerangriffe auf Grok zu unerwarteten Ergebnissen führen. In diesem Fall beheben wir den Fehler umgehend." Wegen der Vorfälle gehen bereits mehrere Staaten, darunter Frankreich und Großbritannien, rechtlich gegen X vor . Auch Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) kündigte ein härteres Vorgehen gegen das Erstellen und Verbreiten von mit künstlicher Intelligenz erzeugten sexualisierten Bildern an. Die Anklagebehörde des US-Bundesstaats Kalifornien verlangte von Musk Aufklärung. "Wir fordern von ‍xAI umgehend Antworten zu ihrem Plan, die Erstellung ​und Verbreitung dieser Inhalte zu stoppen", schrieb Generalstaatsanwalt ‌Rob Bonta auf X. Der umstrittene ⁠Milliardär und ehemalige Trump-Berater Musk wehrt sich gegen die ⁠Regulierung seiner Dienste. In der EU ist X wie alle sozialen Plattformen dem Digital Services ‌Act (DSA) unterworfen, der Online-Firmen unter anderem dazu verpflichtet, gegen illegale Inhalte im Internet vorzugehen. Musk wird bei ⁠seiner Kritik an derartiger Regulierung von der US-Regierung unterstützt. Beide werfen den europäischen Staaten Zensur ‍und Unterdrückung der Meinungsfreiheit vor. Indessen teilte das US-Verteidigungsministerium am Dienstag mit, den KI-Chatbot Grok neben Googles KI-Technologie künftig im Pentagon-Netzwerk einzusetzen . Die Systeme sollten zwar verantwortungsvoll eingesetzt werden, zugleich aber "ohne ideologische Einschränkungen arbeiten", sagte Hegseth, der in den USA offiziell als "Kriegsminister" bezeichnet wird. Er lehne Modelle ab, "die es nicht erlauben, Kriege zu führen". Das Pentagon werde keine "woke KI" einsetzen.