Zeit 13.01.2026
11:04 Uhr

KI-Bilder über Chatbot Grok: Malaysia kündigt Klage gegen X an


Nachdem mit Grok sexualisierte Bilder generiert wurden, will Malaysia X verklagen. Britische und französische Behörden gehen bereits gegen das US-Unternehmen vor.

KI-Bilder über Chatbot Grok: Malaysia kündigt Klage gegen X an
Die malaysische Kommunikationsaufsichtsbehörde hat angekündigt, rechtliche Schritte gegen die Social-Media-Plattform X einzuleiten. Grund dafür sind Sicherheitsbedenken im Zusammenhang mit der KI-Anwendung Grok , die von Nutzern geäußert wurden. Der KI-Chatbot Grok hatte zuvor international für Aufruhr gesorgt, weil Nutzer damit sexualisierte Bilder generieren und verbreiten konnten. Dies führte dazu, dass Behörden weltweit Maßnahmen gegen xAI, das Unternehmen hinter Grok, ergriffen. Parallel dazu hat die britische Medienaufsicht Ermittlungen gegen X aufgenommen, während französische Behörden das Social-Media-Unternehmen sowohl bei der Staatsanwaltschaft als auch bei den zuständigen Aufsichtsstellen angezeigt haben. Bereits am Wochenende hatten Malaysia und Indonesien den KI-Dienst vorübergehend gesperrt. Nach Angaben der malaysischen Kommunikations- und Multimediakommission wurde Grok missbräuchlich zur Erstellung und Verbreitung schädlicher Inhalte genutzt, darunter obszöne, sexuell eindeutige, unanständige und grob beleidigende Beiträge sowie manipulierte Bilder ohne Zustimmung der Betroffenen. Malaysia setzt strenge Regeln für Onlineinhalte Besonders besorgniserregend seien Inhalte, die Frauen und Minderjährige betreffen, teilte die Behörde mit. Solches Verhalten verstoße gegen malaysisches Recht und stelle einen Bruch der von den Unternehmen zugesicherten Sicherheitsstandards dar, hieß es in einer Stellungnahme. Die Kommission habe X und das Unternehmen xAI – das die KI Grok entwickelt – bereits in diesem Monat aufgefordert, die problematischen Inhalte zu entfernen. Bislang habe es jedoch keine Reaktion der Unternehmen gegeben. Malaysia, wo die Mehrheit der Bevölkerung muslimisch ist, verfügt über strenge Vorschriften für digitale Inhalte. Obszöne und pornografische Materialien sind im Internet verboten. Die Behörden des Landes stufen zudem Onlineglücksspiele, Betrug, Kinderpornografie, Grooming, Cybermobbing sowie Inhalte zu den Themen Rasse, Religion und Königshaus als besonders schädlich ein.