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06.03.2026
08:40 Uhr
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Die US-Regierung hat Epstein-Dokumente mit Vorwürfen gegen Donald Trump veröffentlicht. Bei einer früheren Durchsicht seien sie versehentlich falsch codiert worden.

Das US-Justizministerium hat zusätzliche Akten zu den Ermittlungen gegen den 2019 gestorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein veröffentlicht, die Vorwürfe gegen US-Präsident Donald Trump enthalten. Die Unterlagen seien bei einer früheren Durchsicht "fälschlicherweise doppelt codiert" und deshalb versehentlich nicht zusammen mit den anderen Ermittlungsdokumenten veröffentlicht worden, teilte das Ministerium mit. Mehrere Medien berichteten, dass die veröffentlichten Epstein-Akten nicht alle Unterlagen zu Befragungen aus dem Jahr 2019 enthielten , in denen eine Frau Anschuldigungen gegen Trump erhoben hatte. Die Frau war vom FBI viermal vernommen worden, um ihre Angaben zu prüfen. In den öffentlich zugänglichen Unterlagen war jedoch zunächst nur eine Zusammenfassung einer dieser Befragungen enthalten. Darin beschuldigte sie Epstein, sie als Teenager sexuell missbraucht zu haben. Vor einigen Tagen hatte das Justizministerium mitgeteilt, dass geprüft werde, ob Dokumente fälschlicherweise zurückgehalten worden seien. Die neu veröffentlichten Unterlagen zeigen, dass sie auch Trump Vorwürfe machte . Er habe versucht, sie zu Oralsex zu zwingen, nachdem Epstein sie in den 1980er-Jahren, als sie zwischen 13 und 15 Jahre alt war, in New York oder New Jersey Trump vorgestellt hatte. Der Bericht der Frau gehört zu einer Reihe ungeprüfter Meldungen, die Ermittler in den Monaten und Jahren nach Epsteins Festnahme über Fehlverhalten Trumps und anderer Prominenter erhielten. Trump bestreitet Fehlverhalten Das Nachrichtenmagazin Politico berichtete, die Pressesprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, habe die Behauptungen der Frau als "völlig unbegründete Anschuldigungen, die durch keinerlei glaubwürdige Beweise gestützt werden", bezeichnet. Trump bestreitet jegliches Fehlverhalten im Zusammenhang mit Epstein. Das Justizministerium wies im Januar darauf hin, dass einige der Dokumente "unwahre und aufsehenerregende Behauptungen gegen Präsident Trump" enthielten, die kurz vor der Wahl 2020 beim FBI eingereicht worden seien. Verfolgen Sie alle Entwicklungen im Fall Epstein in unserer Übersicht.