Zeit 20.12.2025
19:22 Uhr

Jeffrey Epstein: Trump gab laut US-Justizministerium keine Anweisungen zu Epstein-Akten


In den veröffentlichten Epstein-Akten kommt Donald Trump kaum vor. Das Justizministerium weist Vorwürfe, den Präsidenten mit Schwärzungen schützen zu wollen, aber zurück.

Jeffrey Epstein: Trump gab laut US-Justizministerium keine Anweisungen zu Epstein-Akten
Das US-Justizministerium hat nach eigenen Angaben bei der Veröffentlichung von Akten zum gestorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein keine Dateien verändert, um Präsident Donald Trump zu schützen. Nichts werde deswegen zurückgehalten, sagte der stellvertretende Justizminister Todd Blanche bei ABC News. Blanche verneinte auch die Frage, ob es eine Anweisung gegeben habe, Material zum Epstein-Skandal zu bearbeiten, das einen Zusammenhang zum Präsidenten habe. Weiter sagte er: "Präsident Trump hat von Anfang an klargestellt, dass er erwartet, dass alle Akten, die freigegeben werden können, auch freigegeben werden – und genau das tun wir." Grund für die umfangreichen Schwärzungen ist nach seinen Angaben die Bemühung, die Identität der Opfer zu schützen. Am Freitag hatte das US-Justizministerium Tausende, teils stark geschwärzte Dokumente zum Fall des verstorbenen Sexualstraftäters Jeffrey Epstein veröffentlicht. Grundlage dafür ist ein Gesetz, das der Kongress im November mit großer Mehrheit verabschiedet hatte und das die Offenlegung aller Epstein-Akten vorschreibt. Trump hatte monatelang versucht, die Akten unter Verschluss zu halten. Frühere Veröffentlichungen enthielten Informationen zu Trump Die Unterlagen enthalten zahlreiche Verweise auf den früheren demokratischen Präsidenten Bill Clinton, während der amtierende Trump kaum erwähnt ‍wird. Frühere Veröffentlichungen von Dokumenten zu Epstein hatten immer wieder Bilder und Informationen ‌zu Trump enthalten. So stand sein Name beispielsweise auf Passagierlisten von Epsteins Privatjet, die im Februar öffentlich gemacht wurden. Die beiden Männer waren in den 1990er- und frühen 2000er-Jahren öffentlichkeitswirksam befreundet , bevor sie sich vor Epsteins erster Verurteilung ​im Jahr 2008 zerstritten. Trump wird bislang kein Fehlverhalten vorgeworfen und er bestreitet, von Epsteins Verbrechen gewusst zu haben. Ein Sprecher Clintons warf dem Weißen Haus ⁠nach den aktuellen Veröffentlichungen vor, durch den Fokus auf den Ex-Präsidenten von sich selbst ablenken zu wollen. Trump hatte das Justizministerium im vergangenen Monat angewiesen, Clintons Verbindungen zu Epstein zu untersuchen. Auch führende Politiker beider Parteien kritisierten die Veröffentlichung umgehend als unzureichend.