Zeit 19.11.2025
21:18 Uhr

Jeffrey Epstein: Ehemaliger Harvard-Präsident zieht sich aus OpenAI-Verwaltung zurück


Ex-Harvard-Präsident Larry Summers soll lange mit Jeffrey Epstein befreundet gewesen sein und zieht sich deshalb zurück. Die Elite-Uni prüft ihre Epstein-Verbindungen.

Jeffrey Epstein: Ehemaliger Harvard-Präsident zieht sich aus OpenAI-Verwaltung zurück
Der ehemalige US-Finanzminister und Harvard-Präsident Larry Summers hat sich auch aus dem Verwaltungsrat des KI-Konzerns OpenAI zurückgezogen. Wie das Unternehmen mitteilte, habe Summers sein Mandat niedergelegt, nachdem zuvor veröffentlichte E-Mails Summers' Kontakte zum Sexualstraftäter Jeffrey Epstein nahegelegt hatten. Demnach hatte Summers noch lange ein freundschaftliches Verhältnis zu Epstein gepflegt, nachdem dieser bereits gestanden hatte, 2008 eine Minderjährige zur Prostitution angestiftet zu haben. Bereits am Montag hatte Summers bekannt gegeben, sich von seinen öffentlichen Verpflichtungen zurückzuziehen. Das schließe auch seine Rolle im Verwaltungsrat bei OpenAI ein, teilte er in einer separaten Mitteilung mit. Er wolle "Vertrauen wieder aufbauen und die Beziehungen mit seinen engsten Menschen wieder aufbauen", hieß es zur Begründung. Harvard will Verbindungen zu Epstein prüfen Summers hatte die Stelle im November 2023 angetreten. Damals war OpenAI um Stabilität bemüht, nachdem kurz zuvor der Vorstandsvorsitzende und OpenAI-Mitgründer Sam Altman überraschend entlassen worden war. Das Unternehmen schrieb nun, man respektiere Summers' Entscheidung und danke ihm für seine Arbeit. Die Universität Harvard wiederum kündigte kurz nach Bekanntgabe des Rücktritts eine erneute Untersuchung ihrer Verbindungen zu Epstein angekündigt. Man prüfe derzeit Informationen zu Personen aus dem Umfeld der Hochschule, die in jüngst veröffentlichten Dokumenten im Epstein-Fall aufgetaucht seien, hieß es. Man wolle klären, "welche Maßnahmen erforderlich sein könnten". Der Name des ehemaligen Präsidenten Summers wurde nicht erwähnt. Am Dienstag stimmte das US-Repräsentantenhaus nach monatelanger Verzögerung für die Veröffentlichung der sogenannten Epstein-Akten . Wenig später stimmte auch der Senat zu , sodass nur noch US-Präsident Donald Trump seine Unterschrift setzen muss. Wegen dessen engen Kontaktes zu dem 2019 verstorbenen Sexualstraftäter hatte es seit Monaten diverse Debatten um die Veröffentlichung der Akten gegeben. Vergangene Woche hatten demokratische Kongressabgeordnete E-Mails veröffentlicht, die andeuten, Trump könnte von den Verbrechen Epsteins gewusst haben. Trump nannte die E-Mails einen "Schwindel" der Demokraten .