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08.12.2025
19:28 Uhr
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Nach einem Erdbeben der Stärke 7,6 vor Japan hat die Regierung die Tsunamiwarnung wieder herabgestuft. Zuvor hatte man vor bis zu drei Meter hohen Wellen gewarnt.

Ein Erdbeben der Stärke 7,5 hat den Nordosten Japans erschüttert und zunächst zu Tsunami-Warnungen geführt, die inzwischen auf Tsunami-Hinweise herabgestuft wurden. Die japanische Wetterbehörde (JMA) hatte in ihrer ursprünglichen Warnung von möglicherweise bis zu drei Meter hohen Wellen gesprochen, die auf die Küste treffen könnten. Letztlich erreichte ein kleiner Tsunami mit bis zu 50 bis 70 Zentimeter hohen Wellen Küstenorte in mehreren Präfekturen. Der japanische Sender NHK berichtete, dass in einem Hotel mehrere Personen verletzt worden seien. Das Erdbeben hatte den Behörden zufolge eine Stärke von 7,6 und trat um 23.15 Uhr Ortszeit (15.15 Uhr MEZ) auf. In mehreren Regionen wurden Evakuierungen angeordnet. Laut Tohoku Electric Power kam es in der Präfektur Aomori zu Stromausfällen in Tausenden Haushalten. Die East Japan Railway stellte Teile des Zugverkehrs ein. Wie der japanische Sender NHK berichtete, haben etliche Gemeinden Evakuierungen angeordnet. Außerdem habe die Regierung einen Krisenstab einberufen. Laut dem Bericht von NHK will die Meteorologiebehörde die Öffentlichkeit im Laufe der Nacht über das weitere Vorgehen informieren. Die Warnung der JMA hatte zunächst für die Präfekturen Hokkaido, Aomori und Iwate gegolten. Die bislang höchste gemessene Welle von 70 Zentimetern erreichte Kujiko, wie die japanische Meteorologiebehörde mitteilte. In Urakawa auf Hokkaido waren zuvor Wellen von 50 Zentimetern registriert worden. Das Pacific Tsunami Warning Center (PTWC) stufte die etwaigen Wellen als eine Bedrohung für Küsten in einer Entfernung von bis zu 1.000 Kilometern ein. Später teilte das Zentrum zudem mit, dass Russland, Guam und die Philippinen mit Wellen von weniger als 30 Zentimetern rechnen müssten. Japanische Atomkraftwerke werden auf Sicherheit überprüft Dem Sender NHK zufolge führten Atomkraftwerke in der Gegend Sicherheitsüberprüfungen durch. Ministerpräsidentin Sanae Takaichi sagte, ein Krisenstab sei eingerichtet worden, um das Ausmaß möglicher Zerstörungen möglichst rasch festzustellen. Erste Überprüfungen von japanischen Atomkraftwerken ergaben den Betreibern zufolge bisher jedoch keine Besonderheiten. Im März 2011 löste ein Erdbeben der Stärke 9,0 in Japan einen riesigen Tsunami aus, der das Atomkraftwerk in Fukushima zerstörte . Dies führte zum Ausfall der Kühlsysteme und zu einer Kernschmelze in drei der sechs Reaktoren. Etwa 80.000 Anwohner mussten damals evakuiert werden, durch das Erdbeben und die Flutwellen starben fast 20.000 Menschen .