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07.02.2026
14:57 Uhr
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Zu Beginn der Olympischen Spiele hat es an Bahnstrecken in Norditalien mutmaßliche Sabotage gegeben. Es kommt zu Zugverspätungen, auch in Richtung Mailand.

Die italienische Polizei ermittelt wegen möglicher Sabotage an Bahnstrecken in der Nähe von Bologna. Unbekannte hätten Stromkabel beschädigt, was zu Verspätungen geführt habe, teilte ein Behördenvertreter mit. Die staatliche Eisenbahngesellschaft Ferrovie dello Stato Italiane gab bekannt, ein technischer Defekt sei als Ursache ausgeschlossen. Betroffen war einer der wichtigsten Eisenbahnknotenpunkte des Landes auf den Verbindungen zwischen Bologna und Mailand sowie Bologna und Venedig. Im Hochgeschwindigkeits-, Intercity- und Regionalverkehr kam es zu Verspätungen von bis zu 90 Minuten. Auf der Strecke zwischen Bologna und Padua wurde nach Angaben der Behörden ein "rudimentärer Sprengkörper" auf einer Weiche gefunden. Auf derselben Strecke wurde entdeckt, dass Stromkabel in einem Schacht durchtrennt worden waren. Auf der Strecke zwischen Bologna und Ancona geriet in der Nähe des Bahnhofs von Pescara eine Stromkabine in Brand. In die Ermittlungen seien auch Anti-Terror-Experten eingeschaltet, hieß es. Zumindest in Pescara wird vermutet, dass der Brand vorsätzlich gelegt wurde. Am Vorabend waren die Olympischen Winterspiele in Norditalien eröffnet worden. Sie finden in Mailand und Cortina d'Ampezzo statt. Bei den Olympischen Sommerspielen 2024 in Paris hatten Saboteure das französische TGV-Zugnetz mit einer Serie von Angriffen kurz vor der Eröffnungsfeier lahmgelegt und ein Verkehrschaos verursacht.