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05.02.2026
15:39 Uhr
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Der US-Vizepräsident und -Außenminister besuchen ihr Team zu den Olympischen Spielen. Mit dabei sind auch ICE-Kräfte, was bereits im Vorfeld für großen Ärger sorgte.

Als einer der ersten Staatsgäste aus aller Welt ist US-Vizepräsident JD Vance zu den Olympischen Winterspielen eingetroffen. Der Stellvertreter von Präsident Donald Trump landete mit der Sondermaschine Air Force Two am Vormittag auf dem Mailänder Flughafen Malpensa. Neben seiner Ehefrau Usha und seinen drei Kindern ging mit ihm auch US-Außenminister Marco Rubio von Bord. Vance posierte in der Ankunftshalle des Flughafens mit Mitgliedern der US-Olympiadelegation und rief zur unpolitischen Unterstützung des Teams USA auf: "Das ganze Land, Demokraten, Republikaner, Unabhängige – wir alle drücken euch die Daumen und feuern euch an. Dies ist eines der wenigen Dinge, die das ganze Land vereinen." Demonstrationen gegen ICE Der Besuch findet – wie die gesamten Spiele – unter strengen Sicherheitsvorkehrungen statt. Für Ärger sorgte vor Olympia, dass zur US-Delegation auch Kräfte der Einwanderungspolizei ICE gehören. Die Einwanderungspolizei steht wegen ihres brutalen Vorgehens gegen Migranten und der Tötung von zwei Demonstranten in Minneapolis in der Kritik. Die Regierung in Rom versicherte mehrfach, dass zum Schutz der öffentlichen Ordnung während der Spiele ausschließlich italienische Sicherheitskräfte zum Einsatz kommen werden. Bei einer Demonstration waren Plakate wie "No Ice in Milano" ("Kein Ice in Mailand") zu sehen. Insgesamt sind mehr als 6.000 Sicherheitskräfte im Einsatz. Vance und Rubio bei Eröffnungsfeier anwesend Medienberichten zufolge wird Vance am Donnerstagnachmittag das Vorrundenspiel des US-amerikanischen Frauen-Eishockeyteams gegen Tschechien verfolgen. Am Abend soll er an einem Begrüßungsdinner für rund 30 Staats- und Regierungschefs teilnehmen. Bestätigt ist seit Längerem seine Teilnahme und die Rubios an der Eröffnungsfeier am Freitagabend im Stadion von San Siro in Mailand. Italiens Finanz- und Wirtschaftsmetropole richtet die Spiele zusammen mit Cortina d'Ampezzo in den Dolomiten aus. Nach Medienberichten wird sich der US-Vizepräsident bis Montag in Italien aufhalten. Bei einem Rom-Besuch vor einigen Monaten hatten die umfangreichen Sicherheitsvorkehrungen für Vance Unmut ausgelöst.