Zeit 26.02.2026
11:54 Uhr

Iran und USA: Iran legt Entwurf für neues Atomabkommen vor


Die Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA gehen in die dritte Runde. Kurz vor Beginn hat der omanische Vermittler Vorschläge für ein Atomabkommen vom Iran erhalten.

Iran und USA: Iran legt Entwurf für neues Atomabkommen vor
Kurz vor Beginn der dritten Verhandlungsrunde mit den USA hat der Iran einen Entwurf für ein neues Atomabkommen vorgelegt. Außenminister Abbas Araghtschi habe dem omanischen Vermittler Badr al-Bussaidi den Entwurf am Mittwochabend präsentiert, meldeten die staatlichen Nachrichtenagenturen beider Länder übereinstimmend. Al-Bussaidi habe die "Ansichten und Vorschläge" aus Teheran erhalten und geprüft, meldete die staatliche Nachrichtenagentur des Oman. Bei dem Treffen mit den Unterhändlern der USA werde er die iranische Perspektive darlegen und sich die US-Ideen und -Vorschläge anhören. Delegationen aus Washington und Teheran traten am Morgen in Genf in eine möglicherweise entscheidende Verhandlungsrunde. Wie die Nachrichtenagentur AP berichtete, kamen zwei Konvois in der Residenz des Omans an. Für den Iran verhandelt das Team um Araghtschi, für die US-Seite der Sondergesandte Steve Witkoff sowie Jared Kushner, der Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump. Bei den Verhandlungen geht es unter anderem um das umstrittene iranische Atomprogramm. Die USA wollen verhindern, dass die Führung in Teheran Atomwaffen entwickelt. Irans Regierung bestreitet entsprechende Absichten, zeigt sich jedoch bereit, ihr Nuklearprogramm zu begrenzen. Im Gegenzug fordert der Iran die Aufhebung von Wirtschaftssanktionen. USA sehen Hinweise für Wiederaufbau des Atomprogramms Gespräche über andere von den USA eingebrachte Themen lehnt die Islamische Republik ab – darunter eine Begrenzung ihres Raketenarsenals oder ein Ende der Unterstützung militanter Gruppen wie der Hisbollah im Libanon. US-Vizepräsident JD Vance warf dem Regime in Teheran vor Beginn der Gespräche erneut vor, nach Atomwaffen zu streben. Vance zufolge soll es Hinweise geben , dass der Iran sein Atomprogramm wieder ⁠aufbaut. Der iranische Präsident Massud Peseschkian wies dies erneut zurück. "Unser Oberster Führer hat bereits erklärt, dass wir überhaupt keine Atomwaffen haben werden", sagte der iranische Präsident Massud Peseschkian. "Selbst wenn ich in diese Richtung gehen wollte, könnte ich es nicht – aufgrund unserer Lehre wäre es mir nicht gestattet", fuhr er fort. Chamenei hat bei wichtigen Entscheidungen wie ‌etwa dem Atomprogramm ​das letzte Wort im ⁠Iran; er verbot ‌die Entwicklung von Atomwaffen in den frühen Nullerjahren. Die USA hatten mit einem Militärschlag gedroht, sollte keine Einigung gelingen. Präsident Donald Trump sagte aber, dass er eine diplomatische Lösung ​bevorzuge. Zugleich hat er einen kräftigen Truppenaufmarsch in der Region angeordnet. Mehrere ⁠Länder haben aus Sorge vor einer militärischen Eskalation damit begonnen, Personal aus ​dem Nahen Osten abzuziehen. Vor Reisen in den Iran wird ausdrücklich gewarnt.