Zeit 26.02.2026
17:05 Uhr

Iran: Klage gegen Irans Vizeaußenminister in der Schweiz eingereicht


Die Schweizer Justiz prüft eine Klage gegen den iranischen Vizeminister wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Es geht um Gewalt gegen Demonstranten im Jahr 2022.

Iran: Klage gegen Irans Vizeaußenminister in der Schweiz eingereicht
In der Schweiz ist eine Klage gegen den iranischen Vizeaußenminister Kassem Gharibabadi wegen mutmaßlicher Verbrechen gegen die Menschlichkeit eingereicht worden. Während regierungskritischer Proteste im Iran im Jahr 2022 habe Gharibabadi "mutmaßlich schwere Verbrechen gegen das Völkerrecht begangen", teilten die Anwälte des iranisch-schweizerischen Klägers mit. Die Klage wurde nach dem Prinzip der universellen Gerichtsbarkeit eingereicht, die es der Schweizer Justiz ermöglicht, in einem anderen Land begangene Verbrechen zu verfolgen. Die Schweizer Justizbehörden bestätigten den Eingang der Klage, die nun geprüft werde. Gharibabadi wird in der Klageschrift vorgeworfen, für die gewaltsame Niederschlagung der regierungskritischen Proteste im Iran nach dem Tod der jungen Kurdin Mahsa Amini im Jahr 2022 mitverantwortlich zu sein. Der heutige Vizeaußenminister sei zu dieser Zeit hochrangiger Beamter der iranischen Justiz gewesen und trage somit Verantwortung für willkürliche Inhaftierungen, Gewalt, Folter und Mord sowie für Hinrichtungen von Zivilisten. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.