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28.01.2026
16:55 Uhr
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US-Präsident Trump fordert das iranische Regime auf, einem Atom-Deal zuzustimmen, der iranische Atomwaffen ausschließt. Andernfalls würden die USA den Iran angreifen.

US-Präsident Donald Trump verschärft den Ton im Konflikt mit dem Iran erneut. Auf seiner Onlineplattform schrieb Trump, dass eine "massive Armada" unterwegs in Richtung Iran sei, größer als die beim Angriff auf Venezuela. Unter anderem befindet sich der US-Flugzeugträger Abraham Lincoln im Indischen Ozean . Mit Blick auf das iranische Atomprogramm forderte er das Regime in Teheran dazu auf, an den Verhandlungstisch zu kommen und einen Deal auszuhandeln, der iranische Atomwaffen ausschließe. "Die Zeit läuft ab", schrieb Trump und drohte mit einem Militärschlag, der "viel schlimmer" als "Operation Midnight Hammer" werden würde. So war der US-Angriff auf iranische Atomanlagen im Juni 2025 betitelt. Iran weist Trumps Forderungen zurück Irans Atomchef Mohammad Eslami wies Trumps Forderungen zurück. Er sagte laut iranischer Nachrichtenagentur Isna, der Iran habe wie die USA das Recht, eine fortgeschrittene Nukleartechnologie zu nutzen. "Wir lehnen daher die amerikanischen Forderungen nach jeglichen Beschränkungen unseres Atomprogramms ab." Zuvor hatte der iranische Außenminister Abbas Araghtschi gesagt, dass Diplomatie und gleichzeitig militärische Drohungen weder effektiv noch nützlich seien. Außerdem habe der Iran von den USA noch keinen Vorschlag für diplomatische Verhandlungen erhalten. Der Iran erklärt seit Jahren, sein Atomprogramm diene ausschließlich zivilen Zwecken, während die USA – ebenso wie europäische Staaten – der Führung in Teheran vorwerfen, eine nukleare Bewaffnung anzustreben. Vor dieser neuen Eskalation hatte Trump dem US-Nachrichtenportal Axios gesagt, der Iran sei an einer diplomatischen Lösung der Spannungen mit den USA interessiert. Die Lage sei "im Fluss", weil die US-Regierung eine große Kriegsflotte in die Region entsandt habe. Trump hatte ein militärisches Eingreifen seines Landes im Iran auch wegen der Tötung tausender Demonstranten bei den jüngsten Massenprotesten nicht ausgeschlossen.