|
05.12.2025
12:40 Uhr
|
Eigentlich sorgt Cloudflare mit dafür, dass Webseiten immer erreichbar sind. Wegen einer Störung waren aber zahlreiche Dienste offline, zum zweiten Mal in wenigen Wochen.

Eine erneute Störung beim Anbieter Cloudflare hat zu zahlreichen Ausfällen im Internet geführt. Etliche Webseiten und Online-Apps waren an diesem Freitagmorgen unerreichbar. Dazu gehörten unter anderem das Karriereportal LinkedIn, der Videoservice Zoom und das Onlinemedium Politico. Betroffen war kurioserweise auch die Plattform allestörungen.de, die Ausfälle im Web erfasst. Der Störung hängt nach Angaben von Cloudflare mit einer Umstellung zusammen, durch die eine Sicherheitslücke geschlossen werden sollte. Das Unternehmen reagierte demnach auf einen schwerwiegenden Fehler im React-Framework, das zahlreiche Webentwickler nutzen. Der Fehler war am Vortag entdeckt worden . Bereits Mitte November hatte eine Störung bei Cloudflare großflächige Ausfälle verursacht. Die KI-Apps ChatGPT und Perplexity lieferten stundenlang keine Antworten. Auch die Social-Media-Plattformen X und Truth Social waren offline, genauso wie der Internetauftritt von Ikea. Cloudflare sichert Webseiten weltweit Nach der ersten Panne im November hatte Cloudflare noch harsche Selbstkritik geübt. Das Unternehmen habe "unsere Kunden und das gesamte Internet im Stich gelassen", teile ein Sprecher auf X mit. Schuld war damals ein versteckter Fehler nach einer routinemäßigen Konfigurationsänderung. Eigentlich sorgt Cloudflare dafür, dass Webseiten weltweit immer erreichbar sind . Das Unternehmen sichert sie gegen sogenannte DDoS-Attacken ab: Cyberangriffe, bei denen eine Webseite von so vielen Rechnern aus aufgerufen wird, bis sie schließlich zusammenbricht. Unternehmen und Webportale auf der ganzen Welt sind auf die Dienste von Cloudflare angewiesen – weshalb ein Ausfall des Anbieters massive Auswirkungen auf große Teile des Internets haben kann.