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03.12.2025
18:19 Uhr
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Fußballfans haben wochenlang gegen KI-Überwachung und Kontrollen in Stadien protestiert. Bei der IMK in Bremen sollen solche Schritte nun doch nicht besprochen werden.

Die Ressortchefs von Bund und Ländern wollen bei der Innenministerkonferenz (IMK) in Bremen nun doch nicht über verschärfte Maßnahmen zur Sicherheit in Fußballstadien beraten. Mögliche Maßnahmen wie personalisierte Tickets, flächendeckende Ausweiskontrollen, KI-basierte Überwachung und Gesichtskontrollen stehen laut Bremens Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) nicht auf der Tagesordnung der dreitägigen Konferenz, die an diesem Mittwochabend startet. Mäurers Ankündigung folgt auf wochenlange Proteste der aktiven Fanszene. Zahlreiche Fangruppen hatten geplante Maßnahmen zuvor als pauschalen Generalverdacht gegenüber Fußballfans kritisiert. Der Dialog mit den Fans stehe im Vordergrund, sagte Bremens Innensenator: "Sicherheit im Stadion ist wichtig. Aber wir dürfen nicht alle Fans unter Generalverdacht stellen, nur weil einige wenige Ärger machen." Die Innenminister wollen nach Angaben Mäurers die Stimmung unter den Fans sowie in den Fußballverbänden DFB und DFL entspannen und auf Bedenken seitens der Verbände reagieren. "Niemand wird die Stehplätze aufgeben", sagte er. "Und mit Stehplätzen, auf denen sich jeder frei bewegen kann, macht das Thema keinen Sinn." Zuvor hatten sich DFB und DFL gegen personalisierte Tickets ausgesprochen, weil sie mit der Stehplatzkultur in deutschen Stadien nicht vereinbar seien. Fußballverbände gegen pauschale Stadionverbote Die Fußballverbände haben in Schreiben an führende Innenminister auch vor Kollektivstrafen gewarnt. Stadionverbote müssten auf konkreten und nachweislichen Tatsachen beruhen. Ein "Gießkannenprinzip" bei Ermittlungsverfahren zu Stadionverboten dürfe es nicht geben. Entscheidend seien konkrete Umstände. Zuvor war diskutiert worden, dass Stadionverbote künftig schon auf Verdacht ausgesprochen werden könnten. Bremens Innensenator Mäurer kündigte beim Thema möglicher Stadionverbote künftig mehr Transparenz und Einheitlichkeit an. Der konkrete Tatvorwurf müsse für ein Stadionverbot "substanziell dargelegt werden", sagte er. Der Sportschau sagte Mäurer: "Es geht nicht darum, mehr Stadionverbote auszusprechen, sondern um mehr Rechtssicherheit auf beiden Seiten." Die Sicherheitslage in Stadien habe sich zuletzt verbessert. Die Innenministerkonferenz findet bis Freitag statt. Zu den Themen des Treffens gehören unter anderem die Abwehr von Drohnen und juristische Auswirkungen der von der Ampelregierung beschlossenen Teillegalisierung von Cannabis. Die Innenministerkonferenz kommt in der Regel zweimal jährlich zusammen, der Vorsitz wechselt einmal pro Jahr. Beschlüsse können die Innenminister dabei nur einstimmig fassen.