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29.11.2025
13:40 Uhr
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Kopfsteinpflaster und enge Gassen: Weihnachtsmärkte sind laut Sozialverband VdK für Menschen mit Behinderungen oft schwer zugänglich. Kaum einer sei barrierefrei.

Weihnachtsmärkte sind laut dem Sozialverband VdK oft nicht barrierefrei – unter anderem wegen Kopfsteinpflaster, enger Gassen und unmarkierter Hindernisse. Von den rund 3.250 Weihnachtsmärkten in Deutschland seien weniger als ein Prozent barrierefrei, kritisierte VdK-Präsidentin Verena Bentele. "Für Rollstuhlfahrende , Senioren mit Rollator oder Eltern mit Kinderwagen ist der Weg über holpriges Kopfsteinpflaster und durch zu enge Gassen gleichermaßen beschwerlich", teilte Bentele mit . Darüber hinaus gibt es demnach auf den meisten Märkten nur wenige Sitzmöglichkeiten, was für ältere oder kranke Menschen problematisch sein kann. Ebenso fehlten gut sichtbare Behindertenparkplätze. Barrierefreie Toiletten seien oft auch nicht vorhanden. "Blinde und sehbehinderte Menschen stoßen zudem auf unmarkierte Hindernisse, und es fehlen Leitsysteme oder Übersichtspläne", teilte Bentele mit. Auch die Geräuschkulisse mache eine Orientierung nahezu unmöglich. Weihnachtsmärkte sollten "gemeinsames Erlebens" ermöglichen Die VdK-Präsidentin forderte, dass Barrierefreiheit nicht länger als freiwillige Kür behandelt werden dürfe. Stattdessen sollten Weihnachtsmärkte "Orte eines gemeinsamen Erlebens" sein und nicht "Orte der Ausgrenzung". Neben der Kritik gibt es laut Bentele auch ermutigende Entwicklungen: Immer mehr Weihnachtsmärkte in Deutschland integrierten eine sogenannte stille Stunde – oft am frühen Nachmittag. In diesem Zeitraum wird das Marktgeschehen bewusst ruhiger gestaltet. Dieses Angebot richtet sich an Menschen mit erhöhter Geräusch- und Reizsensibilität, etwa bei Autismus, ADHS oder Angststörungen. Das zeige ihrer Ansicht nach, dass Rücksichtnahme und Inklusion auch ohne große bauliche Veränderungen möglich seien.