|
04.12.2025
14:32 Uhr
|
Der Vorstand der DB-Tochter InfraGO soll künftig vier statt sechs Mitglieder haben. Laut Berichten werden in der Ebene unterhalb des DB-Vorstandes 21 Stellen gestrichen.

Die Deutsche Bahn plant einen Stellenabbau in ihrer Führungsebene. Die Infrastrukturtochter DB InfraGO gab bekannt, ihr Vorstand werde künftig aus vier statt sechs Personen bestehen. Der Aufsichtsrat habe das Vorhaben der neuen Konzernchefin Evelyn Palla bewilligt. Wie die Nachrichtenagentur Reuters aus Kreisen des Konzerns berichtet, soll zudem der Vorstand der Regionalverkehrssparte von sechs auf fünf Mitglieder reduziert werden, der Vorstand der Sparte für den Fernverkehr schrumpft demnach von fünf auf vier Mitglieder. Bleiben sollen die Vorstandsressorts der DB InfraGO für Fahrwege, Personenbahnhöfe, Infrastrukturplanung und -projekte sowie Personal. Philipp Nagl bleibt Chef der DB-Tochter , auch Jens Bergmann wird weiterhin Finanzvorstand sein. Weitere Stellen fallen demnach in der Führungsebene unterhalb des Konzernvorstandes weg: Sie soll von 43 auf 22 Posten schrumpfen. Zuvor hatte das Handelsblatt von der geplanten Verschlankung der Konzernführung berichtet und sich dabei auf Unterlagen des Aufsichtsrats berufen. Demnach sollen die Positionen der sogenannten Konzernbeauftragten, die zwischen dem Vorstand und der ersten Führungsebene geschaltet sind, gänzlich gestrichen werden. Palla setzt Ankündigungen um Die Deutsche Bahn äußerte sich zu dem konkreten Vorhaben nicht. Stattdessen verwies eine DB-Sprecherin auf frühere Äußerungen der Konzernchefin Palla , die im Oktober angekündigt habe, "die Konzernleitung umzubauen und Verantwortlichkeiten zu dezentralisieren". Ziel sei es, mehr Entscheidungen ins operative Geschäft zu verlagern. Der Aufsichtsrat des Konzerns solle sich am kommenden Mittwoch mit der neuen Postenverteilung befassen. Der Konzern befasst sich derzeit auch mit dem Abbau von Stellen. Details dazu werden in der kommenden Woche erwartet. Dann sollen auch Sanierungspläne für die krisengeplagte Frachtsparte vorgelegt werden. Palla hatte mit Blick auf 2026 zuletzt von einem Jahr des Umbaus gesprochen und einen größeren Stellenabbau angedeutet. Es wird damit gerechnet, dass zusätzliche Stellen vor allem in der Verwaltung wegfallen.