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28.01.2026
06:28 Uhr
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Die Zahl der Toten nach dem Erdrutsch auf der indonesischen Insel Java steigt weiter. Unter den Opfern sind auch Soldaten der Marine.

Nach einem verheerenden Erdrutsch in Indonesien ist die Zahl der Getöteten weiter angestiegen. Mittlerweile seien 50 Tote geborgen worden, mehr als 30 Menschen würden noch vermisst, zitierte die Nachrichtenagentur dpa die örtliche Polizei. Die Nachrichtenagentur AFP berichtete unter Verweis auf den Sprecher der nationalen Katastrophenschutzbehörde abweichend von 34 Toten. Das Unglück hatte sich infolge starker Regenfälle am späten Freitag in einem Dorf in der Provinz Westjava auf der Hauptinsel Java ereignet. Plötzlich rutschte ein Hang ab und begrub ein Dorf unter Tonnen von Schlamm. Behörden zufolge wurden mehr als 50 Wohnhäuser bei dem Unglück schwer beschädigt, mehr als 650 Menschen mussten demnach ihre Häuser verlassen. Unter den Opfern sind auch 23 Soldaten der Marine, die zu einer Übung in das Gebiet gekommen waren. Vier von ihnen seien tot geborgen worden, die anderen würden noch vermisst, sagte Muhammad Ali, Stabschef der Marine. Schlammmassen erschweren Rettungsarbeiten Militär, Polizei und freiwillige Helfer sind im Einsatz, um nach den Verschütteten zu suchen –jedoch erschwerten gefährliche Bedingungen die Arbeiten, hieß es. Die Rettungskräfte arbeiteten sich mit schwerem Gerät, teils aber auch mit bloßen Händen in den Schlammmassen vor, um die Vermissten zu finden. Wegen des anhaltend schlechten Wetters auf dem ohnehin rutschigen Terrain fürchteten Helfer weitere Erdrutsche. In Indonesien kommen Überflutungen und Erdrutsche während der üblicherweise von Oktober bis März dauernden Regenzeit häufig vor. Umweltexperten weisen jedoch darauf hin, dass die Zerstörung von Wäldern in Indonesien zu einer Zunahme der Katastrophen führt. Laut dem Waldanalyseprojekt The TreeMap's Nusantara Atlas gingen 2024 in Indonesien mehr als 240.000 Hektar Urwald verloren.