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30.01.2026
12:22 Uhr
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Der 7. Oktober 2023 hat den Pianisten und Aktivisten Igor Levit traumatisiert. Hier spricht er über den Begriff Heimat – und was dieser heute für ihn bedeutet.

Mit Mitte zwanzig fühlte sich der Pianist Igor Levit erstmals entfremdet in seinem Heimatland Deutschland. Der brutale Überfall der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 und die Reaktionen hierzulande auf das Massaker haben sein Verhältnis zu Deutschland dann grundlegend erschüttert. In der neuen Folge von Das Politikteil – diesmal live aus der Berliner Staatsoper Unter den Linden – spricht der Pianist und politische Aktivist vor 900 Gästen sehr persönlich über den Begriff Heimat und das, was er für ihn heute bedeutet. Levit ist in Russland geboren und als jüdischer Kontingentflüchtling nach Deutschland gekommen, er ist in Hannover aufgewachsen, lebt heute in Berlin und spielt Konzerte auf den Bühnen der Welt. Zusammen mit den Moderatoren Ileana Grabitz und Heinrich Wefing spricht er über seine politische Heimat, über seine Entfremdung von der progressiven Linken und darüber, wie der 7. Oktober sein Verhältnis zu Israel und zum Judentum verändert hat. Was bedeutet "radikale Empathie" in Zeiten, in denen Debatten immer schneller verhärten? Und was bleibt, wenn sich das eigene Land nicht mehr nach Heimat anfühlt? Im Podcast Das Politikteil sprechen wir jede Woche über das, was die Politik beschäftigt, erklären die Hintergründe, diskutieren die Zusammenhänge. Immer freitags, mit zwei Moderatoren, einem Gast – und einem Geräusch. Im Wechsel sind als Gastgeber Tina Hildebrandt und Heinrich Wefing oder Ileana Grabitz und Peter Dausend zu hören.