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10.12.2025
15:42 Uhr
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In München haben Rechtsextreme in Weihnachtsmannkostümen Flyer in der U-Bahn ausgeteilt. Der Verfassungsschutz ermittelt wegen Verdachts auf Volksverhetzung.

Mehrere mutmaßliche Anhänger einer Untergruppe der Identitären Bewegung sollen in der U-Bahn in München rechtsextreme Flugblätter verteilt haben. Nach Polizeiangaben stiegen die Mitglieder als Weihnachtsmänner verkleidet am Dienstagabend am Odeonsplatz in eine U-Bahn der Linie U6 ein und gaben dort Handzettel in Form weiß-roter "Bordkarten" aus. Darin war von "Asylanten", "illegalen Migranten" und "Von Deutschland ins Heimatland" die Rede. Zeugen hatten sich bei der Polizei gemeldet. Den Angaben zufolge übernahm der Staatsschutz die Ermittlungen und prüft nun den Verdacht der Volksverhetzung . Aktion laut Polizei der Lederhosen Revolte zuzuschreiben Für die Aktion sei eine Gruppe verantwortlich, die sich Lederhosen Revolte nenne, und die der bayerische Verfassungsschutz der rechtsextremen Identitären Bewegung zuordne, teilte eine Polizeisprecherin mit. Die Gruppe war in Bayern in der Vergangenheit bereits mehrfach aufgefallen. 2023 forderten Mitglieder in München nach Angaben der bayerischen Informationsstelle gegen Extremismus, dass Geflüchteten pauschal kriminelle Neigungen zugeschrieben werden sollten. Die Identitäre Bewegung wird in Deutschland vom Verfassungsschutz beobachtet. Sie ist demnach mit regionalen Untergruppen bundesweit aktiv und nutzt intensiv die sozialen Medien. Die Identitäre Bewegung gilt als rechtsextreme Bewegung, die rassistische und islamfeindliche Positionen vertritt und regelmäßig mit Aktionen auf sich aufmerksam macht.