Zeit 15.02.2026
04:11 Uhr

ISS: Neue Besatzung an Internationaler Raumstation angekommen


Wegen medizinischer Probleme hatte die US-Raumfahrtbehörde vier Astronauten vorzeitig auf die Erde zurückgeholt. Jetzt hat das Ersatzteam Crew-12 im All angedockt.

ISS: Neue Besatzung an Internationaler Raumstation angekommen
Wegen eines medizinischen Zwischenfalls mussten Astronauten der Internationalen Raumstation ISS vor einem Monat vorzeitig zur Erde zurück – jetzt ist eine Nachfolgecrew sicher im All angekommen. Die US-Astronauten Jessica Meir und Jack Hathaway, die französische Astronautin Sophie Adenot und der russische Kosmonaut Andrej Fedjajew erreichten die ISS am Samstag nach rund 34-stündiger Reise. Livebilder der US-Raumfahrtbehörde Nasa zeigten, wie die neue Besatzung mit ihrem Gefährt Crew Dragon des privaten Raumfahrtunternehmens SpaceX von Techmilliardär Elon Musk an der ISS andockte. Am Freitag war die Crew-12 mit einer Falcon-9-Trägerrakete vom US-Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida gestartet. Acht Monate soll die Crew forschen Für Hathaway und Adenot ist es der erste Flug zur ISS , für Meir und Fedjajew jeweils der zweite. Rund acht Monate lang sollen sie nun an Bord der Internationalen Raumstation leben und forschen. Mitte Januar war die vorherige Besatzung Crew-11 wegen eines medizinischen Problems vorzeitig zurück zur Erde gebracht worden. Es war der erste solche Fall in der rund 25-jährigen Geschichte der ISS. Nähere Details zum medizinischen Problem und dazu, welches Crewmitglied es betraf, hatte die Nasa nicht mitgeteilt. Zur Crew-11 gehörten die US-Astronauten Zena Cardman und Michael Fincke, der japanische Raumfahrer Kimiya Yui und der russische Kosmonaut Oleg Platonow. Zwischen dem Teamwechsel hielten in den vergangenen vier Wochen nur der Nasa-Astronaut Christopher Williams und die beiden russischen Kosmonauten Sergej Mikajew und Sergej Kud-Swertschkow die Stellung. Mit dem nun erfolgten Eintreffen der Verstärkung ist wieder die übliche Zahl an Raumfahrerinnen und Raumfahrern an Bord der ISS. Die Raumstation befindet sich rund 400 Kilometer entfernt von der Erde im All . "Wenn wir durch diese Fenster auf die Erde blicken, werden wir daran erinnert, dass Zusammenarbeit nicht nur möglich, sondern unerlässlich ist", sagte US-Astronautin Meir am Samstag nach dem Andocken an der Raumstation. "Hier oben gibt es keine Grenzen, und die Hoffnung ist universell." An Bord der ISS leben und forschen seit rund 25 Jahren kontinuierlich Astronauten und Astronautinnen. 2030 will die Nasa die schwerelose Forschungsstation wegen alternder Technik jedoch einstellen .