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25.01.2026
12:32 Uhr
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Vor nicht einmal drei Wochen ist Renée Good in Minneapolis von einem ICE-Beamten getötet worden. Was wir über die bisherigen Ermittlungen wissen.

Am Samstag ist erneut ein US-Bürger von Beamten der US-Einwanderungsbehörde ICE erschossen worden. Erst am 7. Januar war die 37-jährige Renée Good bei einem Einsatz der ICE getötet worden – ebenfalls in Minneapolis im US-Bundesstaat Minnesota. US-Präsident Donald Trump räumte anschließend Fehler ein und sprach von einer Tragödie. Doch Ermittlungen gegen den Beamten, der auf Good geschossen hat, lehnt die US-Regierung ab. US-Medienberichten zufolge sind die örtlichen Behörden im US-Bundesstaat Minnesota bei den Ermittlungen auf sich allein gestellt. Hochrangige Beamte des Justizministeriums erklärten demnach mehrfach, es werde keine Untersuchung der Bundesbehörden dazu geben, ob von ICE-Beamten übermäßige Gewalt angewendet worden sei. Wie unter anderem die New York Times berichtet, weigerten sich die Bundesbehörden zudem, mit den Ermittlern in Minnesota zusammenzuarbeiten, was die Aufklärung des Falls erschwere. Eine Agentin des FBI, die gegen den Bundesbeamten, der die Schüsse auf Renée Good abgab, ermitteln wollte, trat Berichten zufolge zurück. Wie die New York Times schreibt, habe die FBI-Führung in Washington sie unter Druck gesetzt, die Untersuchungen einzustellen. Das Justizministerium habe stattdessen beschlossen, gegen Renée Good sowie deren Partnerin zu ermitteln und deren mögliche Verbindungen zu linken Protestgruppen in Minneapolis zu prüfen. Außerdem geht das Justizministerium gegen hochrangige demokratische Politiker im Bundesstaat Minnesota vor. Es soll geprüft werden, ob deren öffentlicher Widerstand gegen die verschärfte Einwanderungspolitik von Präsident Donald Trump eine Straftat darstellt. Unter anderem erhielten der Gouverneur Tim Walz und der Bürgermeister von Minneapolis, Jacob Frey, entsprechende Vorladungen. Die Demokraten hatten die Einsätze wiederholt kritisiert. Der Gouverneur Tim Walz warf der Regierung auf der Plattform X vor, das Justizsystem für politische Zwecke zu missbrauchen. Noch immer sei der ICE-Beamte, der die 37-Jährige in Minneapolis erschossen habe, nicht zur Verantwortung gezogen worden. Die US-Regierung verteidigt dagegen den Einsatz der Einwanderungspolizei. Die Regierung bezeichnete das Vorgehen des Beamten gegen die getötete Renée Good als Notwehr. Der Beamte, der Good erschossen hat, wurde nicht vom Dienst suspendiert. Eine von der Familie von Renée Good in Auftrag gegebene Autopsie ergab laut US-Medien mehrere Schusswunden. Demnach wurde Good dreimal getroffen – in den Unterarm, die Brust und den Kopf. Der Anwalt der Familie bekräftigte, weiter Beweise sammeln zu wollen, wie unter anderem NBC News berichtete.