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26.12.2025
16:22 Uhr
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In einer alawitischen Moschee in Homs im Westen Syriens hat es eine Explosion gegeben. Dabei sind nach Behördenangaben mindestens acht Menschen getötet worden.

Nach einer Explosion in einer alawitischen Moschee in der syrischen Stadt Homs ist die Zahl der Toten gestiegen. Acht Menschen seien getötet worden, teilte ein Sprecher der Notfallbehörde im Gesundheitsministerium mit. 18 weitere Menschen wurden demnach verletzt. Das Innenministerium sprach von einem Terroranschlag. Die Stadtverwaltung in Homs teilte mit, ein Sprengsatz sei in der Imam-Ali-ibn-Abi-Talib-Moschee während des gut besuchten Freitagsgebets detoniert. Einsatzkräfte hätten das Gebiet abgesperrt. Die bisher weitgehend unbekannte Dschihadistengruppe Saraya Ansar al-Sunnah reklamierte den Anschlag für sich. Die Angaben ließen sich allerdings nicht unabhängig prüfen. Die Gruppe hatte auch im Juni einen tödlichen Anschlag auf eine Kirche in Damaskus für sich beansprucht. Homs zählt zu den größten Städten des Landes und liegt etwa 90 Autominuten nördlich von der Hauptstadt Damaskus. Erster Anschlag auf Moschee seit Sturz Assads Seit dem Sturz des langjährigen Machthabers Baschar al-Assad im vergangenen Jahr wird Syrien von konfessioneller Gewalt erschüttert. Assad selbst ist Alawit. Die amtierende Regierung unter dem selbst ernannten Präsidenten Ahmed al-Scharaa wird von Mitgliedern der sunnitischen Mehrheit geführt. Es ist der erste Anschlag auf eine Moschee in Syrien seit dem Sturz Assads. Anfang des Monats waren in Zentralsyrien zwei US-Soldaten und ein ziviler Dolmetscher bei einem Angriff getötet worden. Die Behörden machten ein mutmaßliches Mitglied der sunnitischen Extremistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) dafür verantwortlich. Die USA griffen daraufhin mehr als 70 Ziele des IS in Syrien an .