Zeit 29.05.2026
10:03 Uhr

Hohe Temperaturen: Patientenschützer fordert Hitzeschutz für Kliniken und Heime


Die Deutsche Stiftung Patientenschutz will kranke und alte Menschen vor Hitze schützen. Medizinische Einrichtungen bräuchten bessere Maßnahmen für hohe Temperaturen.

Hohe Temperaturen: Patientenschützer fordert Hitzeschutz für Kliniken und Heime
Der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, hat den fehlenden Hitzeschutz in Altenheimen und Krankenhäusern kritisiert. »Noch immer sind medizinisch-pflegerische Einrichtungen nicht für den Klimawandel gewappnet«, sagte Brysch der Rheinischen Post . Krankenhauspatientinnen und Pflegeheimbewohner müssten im Sommer unter extremen Temperaturen leiden . Meist fehle es an einfachen Schutzmaßnahmen. Brysch forderte den Bund zum Handeln auf. Hitzeschutzpläne endeten dort, »wo der Patientenschutz Geld kostet«, sagte der Vorstand. Er verlangt verbindliche Investitionen von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) und Klimaschutzminister Carsten Schneider (SPD) noch in diesem Jahr. Zudem forderte Brysch baurechtlich verankerte Schutzvorkehrungen in den Bundesländern . »Bestandsbauten müssen endlich den klimatischen Bedingungen angepasst werden«, sagte er. Bei Neubauten dürfe die Raumtemperatur 25 Grad nicht überschreiten. Auch der Sozialverband VdK hat sich für einen besseren Hitzeschutz ausgesprochen. Viele Pflegeheime und Krankenhäuser seien immer noch auf die kommenden Hitzewellen unzureichend vorbereitet, sagte VdK-Präsidentin Verena Bentele. Alte Gebäude ohne Klimaanlage belasteten die Gesundheit von Patienten und Bewohnerinnen.