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18.01.2026
16:47 Uhr
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Durch Starkregen in Mosambik, Südafrika und Simbabwe sind viele Menschen gestorben, Hunderttausende mussten fliehen. Fachleute warnen vor drohender Lebensmittelknappheit.

Wochenlange Regenfälle haben im Süden Afrikas für Überschwemmungen gesorgt. Allein in Mosambik starben laut dem Katastrophenschutz 103 Menschen. Betroffen sind auch Simbabwe sowie der Norden Südafrikas – dort zählten die Behörden mindestens 30 Tote. Viele Menschen gelten als vermisst, Hunderttausende flohen vor den Wassermassen. Die südafrikanischen Behörden riefen den nationalen Katastrophenfall aus. Insgesamt sind seit Beginn der Regenfälle Ende Dezember in Südafrika, Mosambik und Simbabwe mehr als 200 Menschen gestorben. 600 Menschen aus Kruger-Nationalpark gerettet Die Armee setzte Hubschrauber ein, um Menschen in Sicherheit zu bringen, die in der Provinz Limpopo auf Dächern oder in Bäumen Zuflucht gesucht hatten. Sie musste auch Polizisten und Grenzschutzbeamte von einem Kontrollpunkt an der Grenze zwischen Südafrika und Simbabwe retten. Aus dem bei Touristen beliebten Kruger-Nationalpark mussten etwa 600 Menschen in Sicherheit gebracht werden. Luftbilder und Videos der Parkbehörde zeigen Camps und Hütten, die bis zum Dach unter Wasser stehen. Der Nationalpark wurde teilweise geschlossen. Unter den vielen Vermissten ist nach Behördenangaben auch ein südafrikanischer Kommunalpolitiker, dessen Fahrzeug in der Chókwè-Region im Süden von den Wassermassen erfasst und weggespült wurde. Im Nachbarland Mosambik wurden laut dem Welternährungsprogramm mehr als 70.000 Hektar Anbaufläche überflutet, darunter Flächen mit Reis und Mais. Laut dem UN-Welternährungsprogramm WFP ist dadurch der Zugang zu Lebensmitteln für Tausende Kleinbäuerinnen und -bauern gefährdet. Wassermassen spülen Krokodile in Wohngebiete Eine zusätzliche Gefahr geht von Reptilien aus. Eine Behördenvertreterin in Chibuto im Süden Mosambiks sprach von zwei Toten nach Krokodil-Attacken. Drei weitere Menschen seien bei dem Vorfall im Ort Chaimite verletzt worden. Die Reptilien würden durch die Wassermassen in bewohnte Gebiete vordringen. Mosambik liegt am Indischen Ozean und wird zu Jahresbeginn regelmäßig von Zyklonen heimgesucht , die oft schwere Verwüstungen anrichten. Es gilt als stark betroffen von Extremwetter: Laut einem Weltbank-Bericht wurde das Land im Zeitraum zwischen 1980 und 2022 von 28 Zyklonen, 20 schweren Überschwemmungen und 15 Dürreperioden geplagt.