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19.12.2025
13:19 Uhr
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Eine US-Richterin soll einem mexikanischen Einwanderer im Bundesstaat Wisconsin die Flucht vor Beamten ermöglicht haben. Ihr droht eine Haftstrafe.

Die US-amerikanische Richterin Hannah Dugan ist von einem US-Gericht wegen Behinderung der Justiz schuldiggesprochen worden. Der Vorwurf lautete, sie habe die Verhaftung eines mexikanischen Mannes behindert . Das Strafmaß gegen sie wurde noch nicht verkündet, aber es drohen US-Medienberichten zufolge bis zu fünf Jahre Haft. Der 31-jährige Mann stand wegen des Vorwurfs der Körperverletzung vor Gericht. Die Richterin bemerkte mehrere Beamte der Einwanderungsbehörde, die vor dem Saal auf ihn warteten. Sie soll die Beamten unter einem Vorwand zum Büro des leitenden Richters geschickt haben. Den Mexikaner samt seines Anwalts habe sie durch eine Hintertür hinausgeführt. Trotzdem wurde er später gefasst und abgeschoben. Justizministerin Pam Bondi warf Dugan vor, einen Kriminellen geschützt zu haben und nicht dessen Opfer. US-Regierung bezeichnet Richterin als Aktivistin Die Oppositionspartei der Demokraten sagte zu dem Fall, die US-Regierung wolle ein Exempel an Dugan statuieren. Rund 150 Richterinnen und Richter aus den USA warfen der Regierung in einem offenen Brief vor, Einschüchterung zu betreiben. US-Gerichte haben in der Vergangenheit häufiger gegen die harte Linie der Trump-Regierung geurteilt. Seit Trumps Amtsantritt sieht sich die Justiz massiv unter Druck, nicht nur in der Einwanderungspolitik. Der Republikaner hatte ein hartes Vorgehen gegen "kriminelle" Einwanderer und Massenabschiebungen angekündigt.