Zeit 26.02.2026
16:48 Uhr

Heizungsgesetz: Bayrische SPD fordert Änderungen am neuen Heizungsgesetz


Aus der SPD kommt Kritik an der von Schwarz-Rot vereinbarten Reform des Heizungsgesetzes. Bayerns Landesvorsitzender will die verpflichtende Energieberatung behalten.

Heizungsgesetz: Bayrische SPD fordert Änderungen am neuen Heizungsgesetz
Die SPD in Bayern fordert Nachbesserungen von der schwarz-roten Koalition beim Kompromiss zur Reform des Heizungsgesetzes . "Wir wollen die verpflichtende Energieberatung beim Heizungstausch beibehalten und eine Bezuschussung prüfen", sagte SPD-Landeschef Sebastian Roloff der Nachrichtenagentur dpa. Verbraucher bräuchten Klarheit, bevor sie eine neue Heizung einbauten. Nur so werde deutlich, "dass eine vermeintlich günstige Öl- oder Gasheizung bei steigenden Preisen schnell zur Kostenfalle werden kann", sagte Roloff. Union und SPD wollen das von der Ampelregierung und vom früheren Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) vorangetriebene Heizungsgesetz, das offiziell Gebäudeenergiegesetz heißt, grundlegend reformieren. Die Koalition einigte sich darauf, zentrale Vorgaben aufzuheben . Eckpunkte für eine Reform sehen vor, dass der Einbau von Gas- und Ölheizungen weiter möglich sein soll, wenn ab 2029 anteilig klimafreundliche Brennstoffe genutzt werden. Der Deutsche Mieterbund sowie viele Experten fürchten Kostensteigerungen für Mieterinnen und Mieter. "Bayern hat stark davon profitiert" Dass auch die CSU das Gebäudeenergiegesetz ändern wolle, sei für ihn kaum nachvollziehbar, sagte Roloff, der auch Mitglied des Bundestages ist. "Bayern hat stark davon profitiert. 570,7 Millionen Euro, fast ein Fünftel der bundesweiten Förderung, sind in den Freistaat geflossen." Das habe Investitionen ermöglicht und Arbeitsplätze gesichert, auch bei Wärmepumpenherstellern in Oberfranken und Niederbayern, sagte Roloff. Im Bundestag kam es am Donnerstag wegen der geplanten Reform zu einer hitzigen Debatte. Grünen-Fraktionschefin Katharina Dröge warnte vor Rückschritten beim Klimaschutz und einer "extremen Kostenfalle" für Mieter. Sie kritisierte vor allem die SPD. Mit Blick auf die Reform des Heizungsgesetzes in der Ampelregierung von SPD, Grünen und FDP sagte Dröge, die SPD mache ihr eigenes Gesetz kaputt. "Das gleicht einer politischen Totalaufgabe." Die Reform sei "ganz offensichtlich entstanden aus einer Wutkampagne gegen Robert Habeck". CDU-Energieexperte Andreas Jung verteidigte die Pläne. Er sagte an die Adresse der Grünen: "Nichts hat der Akzeptanz für Klimaschutz in Deutschland mehr geschadet als Ihr Heizungsgesetz." Die Koalition wolle die Menschen für Klimaschutz gewinnen. Klimaschutz gehe nicht nur mit Strom, alle Potenziale müssten genutzt werden.