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20.01.2026
06:43 Uhr
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Deutschlands Handballer verhindern ein frühes Aus bei der EM und ziehen in die Hauptrunde ein. Im letzten Vorrundenspiel setzt sich das Team knapp gegen Spanien durch.

Die deutsche Handballnationalmannschaft der Männer hat sich den Einzug in die Hauptrunde der Europameisterschaft gesichert. Im abschließenden Vorrundenspiel gewann das Team von Bundestrainer Alfred Gíslason gegen Spanien mit 34:32 (17:15). Damit entging das Team einem frühzeitigen EM-Aus. Bester Werfer der Deutschen war Renārs Uščins vor 9.526 Zuschauern in Herning mit acht Toren. Nach einer Schweigeminute für die Betroffenen des schweren Zugunglücks in Spanien startete das deutsche Team mit Tempo in die Partie. Es entwickelte sich ein packendes Duell auf Augenhöhe. Nach 20 Minuten lag Deutschland beim 12:9 erstmals mit drei Toren vorn. Im Tor hielt Andreas Wolff mehrmals spektakulär und auch im Angriff agierte die deutsche Mannschaft deutlich effizienter als in den vorherigen Spielen gegen Österreich (30:27) und Serbien (27:30) . Nach dem Wechsel spielte die DHB-Auswahl im Angriff weiter mit viel Tempo, konnte aber nie entscheidend wegziehen. David Späth kam nach 40 Minuten ins deutsche Tor und parierte mehrfach herausragend. Vor allem der deutsche Rückraum mit Uščins, Juri Knorr und Julian Köster hielt das deutsche Team auf Kurs. Zehn Minuten vor dem Ende lag Deutschland beim 28:25 mit drei Toren vorn und ließ Spanien bis zum Schluss nicht mehr herankommen. Gíslason stolz aufs Team – jetzt warten Dänemark und Frankreich "Ich bin erleichtert und sehr, sehr stolz auf die Jungs, dass sie dieses Spiel gewinnen konnten. Vor allem wie: Sie waren Angriff wie Abwehr überragend. Wir haben gegen die Spanier mehr aus der zweiten Welle gemacht, es ist normalerweise ihre große Stärke, das zu unterbinden", sagte Trainer Alfred Gíslason nach dem Spiel im ZDF. "Wir hatten den klaren Glauben, dass wir mit einem Sieg weiterkommen können", betonte Kapitän Johannes Golla. In der Hauptrunde bekommt es Deutschland ab Donnerstag mit der Übermannschaft Dänemarks (Weltmeister und Olympiasieger) sowie Titelverteidiger Frankreich und Norwegen zu tun. Vierter Gegner wird Portugal oder Nordmazedonien sein. Die Spiele bestreitet Deutschland allesamt in Herning.