Zeit 30.01.2026
15:11 Uhr

Hamburg: Mordkommission ermittelt nach möglichem Tötungsdelikt an U-Bahnstation


An der Hamburger U-Bahnstation Wandsbek-Markt soll eine Person eine andere mit vor eine einfahrende U-Bahn gerissen haben. Beide wurden getötet.

Hamburg: Mordkommission ermittelt nach möglichem Tötungsdelikt an U-Bahnstation
In Hamburg ermittelt eine Mordkommission zum Tod zweier Menschen in einer U-Bahnstation. Es bestehe der Verdacht eines Tötungsdeliktes, sagte ein Sprecher der Polizei. Nach ersten Erkenntnissen hätten sich beide Personen am Donnerstagabend unabhängig voneinander auf dem Bahnsteig der Haltestelle Wandsbek-Markt aufgehalten. Dann habe eine Person die andere gegriffen und sich mit ihr vor die einfahrende U-Bahn gestürzt. Bei dem mutmaßlichen Täter handelt es sich nach Angaben der Polizei um einen 25 Jahre alten Mann. Die Frau, die er unvermittelt mit in das Gleisbett gerissen haben soll, war demnach 18 Jahre alt. Die Polizei teilte am Freitagnachmittag auf Nachfrage der ZEIT mit, es lägen "keine Erkenntnisse zu einer etwaigen Vorbeziehung der Beteiligten vor". Ob der Mann psychisch auffällig oder bereits straffällig geworden war, ist demnach noch unklar. Ehrenamtliche Mitarbeiter des Kriseninterventionsteams beim Deutschen Roten Kreuz betreuen Zeugen und Angehörige nach der mutmaßlichen Tat. Nach dem Vorfall waren in der Nacht viele Rettungskräfte und Polizeibeamte in und vor der U-Bahnstation unterwegs. Polizisten sicherten die Eingänge ab, damit keine Unbefugten die Station betreten. Der Verkehr der U1 zwischen den Haltestellen Wartenau und Wandsbek-Gartenstadt war nach Angaben der Hamburger Hochbahn zeitweise unterbrochen. Inzwischen fährt die Linie wieder planmäßig.