Zeit 28.11.2025
19:27 Uhr

Grünen-Bundesparteitag: Grünen werfen Koalition Politik zulasten der Jungen und des Klimas vor


Sie spiele Jung gegen Alt aus und schreddere den Klimaschutz: Die Grünen haben ihren Bundesparteitag mit einer Kampfansage an die schwarz-rote Regierung begonnen.

Grünen-Bundesparteitag: Grünen werfen Koalition Politik zulasten der Jungen und des Klimas vor
Die Grünen haben auf ihrem Bundesparteitag in Hannover Kritik an der Performance und der Schwerpunktsetzung der Bundesregierung geübt. "Es ist nicht gut für unser Land, so eine schlechte Regierung zu haben", rief Parteichefin Franziska Brantner. Sie warf der Koalition vor, eine Politik zulasten der jungen Menschen zu machen. Diese müssten bezahlen "für die Wahlgeschenke Söders, für Versäumnisse beim Klimaschutz" , sagte sie mit Blick auf CSU-Chef Markus Söder. Statt Generationen zusammenzubringen, werde Jung gegen Alt ausgespielt. "Wir brauchen auch einen anderen Bundeskanzler als Friedrich Merz", sagte Fraktionschefin Katharina Dröge in ihrer Rede. Dieser grenze aus und verletze mit seiner Sprache . "Wir wollen ein Land, das für alle da ist und alle gleich behandelt." Die Grünen müssen hier "der politische Gegenentwurf" zum Kurs der Regierung sein. Die Bundesregierung habe mit den Sondervermögen "eine wahnsinnige Chance", wie sie es dann hinbekomme sei jedoch "episch schlecht" . Sie warnte die schwarz-rote Koalition zudem davor, Fortschritte der Klimapolitik zu "schreddern". "Wir werden euch das Leben zur Hölle machen." Bei den Grünen gehe es um die "Neuorientierung" und "Weiterentwicklung" der Partei, sagte Grünen-Co-Chef Felix Banaszak am Rande des Parteitags, und um die Frage, wie grüne Politik "wieder mehrheitsfähig werden" könne. So müsse Klimaschutz für alle im Land funktionieren . Nach ihrem Wechsel in die Opposition wollen die Grünen bei ihrem dreitägigen Kongress ihr Profil als Oppositionspartei schärfen und sich neu ausrichten.