Zeit 29.11.2025
11:57 Uhr

Großeinsatz der Polizei: Protestbündnis: "Reale Bedrohung" durch neue AfD-Jugend


Großeinsatz der Polizei: Protestbündnis:
Das Bündnis "Widersetzen" begründet seine Blockaden von Zufahrtswegen zur Gründungsversammlung der neuen AfD-Jugendorganisation in Gießen mit einer "realen Bedrohung für uns alle". Bündnissprecher Suraj Mailitafi betonte: "Wir lassen nicht zu, dass sich in den Hessenhallen die nächste Generation gewaltbereiter Faschisten organisiert. In diesen Minuten stellen sich ihnen Zehntausende Menschen aus Gießen und ganz Deutschland in den Weg." Die neue AfD-Jugendorganisation dürfe nicht gegründet werden, hieß es. Laut dem Bündnis reisten Demonstranten in mehr als 200 Bussen aus ganz Deutschland an: Gewerkschafter, Studierende, Auszubildende, "migrantische Gruppen" sowie lokale Gruppierungen bis hin zu "Omas gegen rechts". Protestbündnis: AfD bietet Jugend nichts zur Lösung ihrer Probleme Laura Wolf vom Bündnis "Widersetzen" ergänzte: "Kaputt gesparte Krankenhäuser, Klimakrise, die Wehrpflicht: Die AfD hat der Jugend nichts zu bieten, was unsere tatsächlichen Probleme lösen würde." Junge Menschen brauchten keine "faschistischen Jugendorganisationen", sondern "bezahlbare Wohnungen und eine Welt, in der alle Menschen ein Zuhause und alle eine Zukunft haben". Das globalisierungskritische Netzwerk Attac kritisierte die Entscheidung des Hessischen Verwaltungsgerichtshofs, dass einige Demos aus Sicherheitsgründen nicht recht nahe der AfD-Veranstaltung, sondern nur auf der anderen Seite der Lahn stattfinden durften. "Dass der Verwaltungsgerichtshof nun der Panikmache von Stadt und Polizei folgt und so der AfD den Weg frei macht, ist enttäuschend", erklärte Attac. Erwogen werde, "die Versammlungsverbote in einem Hauptsacheverfahren überprüfen zu lassen, gegebenenfalls auch vor dem Bundesverfassungsgericht". © dpa-infocom, dpa:251129-930-357289/5