Zeit 04.02.2026
11:09 Uhr

Großbritannien: König Charles zwingt Ex-Prinz Andrew zum Auszug aus Royal Lodge


Der Bruder des britischen Königs hat wegen Verbindungen zu Jeffrey Epstein seine Titel verloren. Nach einer Anordnung musste der Ex-Prinz auch seinen Wohnsitz verlassen.

Großbritannien: König Charles zwingt Ex-Prinz Andrew zum Auszug aus Royal Lodge
Nach den jüngsten Enthüllungen in der Affäre um den verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein ist der britische Ex-Prinz Andrew von seinem luxuriösen Wohnsitz in Windsor ausgezogen. Das berichteten britische Medien übereinstimmend. Der Bruder von König Charles III. ist demnach aus der Royal Lodge in ein Haus auf dem Landsitz Sandringham im Osten Englands gezogen. Er war bereits im Oktober aufgefordert worden, Windsor zu verlassen. Der Ex-Prinz, der mittlerweile mit bürgerlichem Namen Andrew Mountbatten-Windsor heißt, hatte dort mehr als 20 Jahre gelebt. Im April wolle Mountbatten-Windsor wohl dauerhaft auf die Marsh Farm ziehen, die sich auf demselben Gelände befindet und derzeit noch renoviert wird, berichtete The Sun . Der Buckingham-Palast bestätigte das zunächst nicht. Vorwurf der Vergewaltigung König Charles hatte seinem Bruder wegen dessen Verbindungen zu Epstein im vergangenen Jahr alle königlichen Titel und Ehren aberkannt. Die US-Australierin Virginia Giuffre hatte diesen beschuldigt, sie als 17-Jährige missbraucht zu haben. Der Druck hatte sich seit der Veröffentlichung von Millionen weiteren Akten zu Epstein durch das US-Justizministerium am Freitag noch verstärkt. Die Akten enthalten unter anderem auch Fotos des damaligen Prinzen, wie dieser über einer am Boden liegenden Frau kniet sowie E-Mails, in denen er Epstein zu "privaten Gesprächen" in den Buckingham-Palast einlädt. Der britische Premierminister Keir Starmer forderte nach dem Bekanntwerden der neuen Dokumente, Mountbatten-Windsor solle vor dem US-Kongress zum Fall Epstein aussagen. Auch der frühere britische Wirtschaftsminister Peter Mandelson hat wegen seiner Verbindungen zu Epstein seinen Rücktritt aus dem Oberhaus erklärt. Mountbatten-Windsor streitet Fehlverhalten ab Einem Missbrauchsopfer zufolge soll Epstein sie 2010 nach Großbritannien geschickt haben, um dort von Mountbatten-Windsor in der Royal Lodge in Windsor missbraucht zu werden. Auch von einem weiteren mutmaßlichen Opfer wurde berichtet . Mountbatten-Windsor hatte jegliches Fehlverhalten wiederholt abgestritten. 2022 hatte er eine Abfindung in Millionenhöhe an die Australierin Virginia Giuffre gezahlt , ohne seine Schuld einzugestehen. Der Investmentbanker Epstein starb 2019 in einer Gefängniszelle, einen Monat nachdem er unter anderem wegen des sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen erneut festgenommen worden war. Kurz darauf trat der Prinz wegen seiner mutmaßlichen Verbindungen zu Epstein von seinen königlichen Pflichten zurück. Eine Spur des Epstein-Skandals führt laut dem polnischen Regierungschef Donald Tusk zum russischen Geheimdienst. Ein Vertrauter von Präsident Wladimir Putin, Kirill Dmitrijew, wies die Verdächtigungen als Lüge zurück. "Die verzweifelten, verkommenen und verlogenen linken Eliten verfallen in Panik und versuchen, in die Irre zu führen", schrieb er auf der Plattform X.