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07.10.2026
16:13 Uhr
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Auf dem Parteitag der Tories hat Vorsitzende Kemi Badenoch die Brandmauer zu den Rechtspopulisten beschworen. Man wolle auf keine Weise mit Reform UK zusammenarbeiten.

Die Vorsitzende der britischen Konservativen, Kemi Badenoch, hat eine Zusammenarbeit mit der rechtspopulistischen Partei Reform UK ausgeschlossen. »An diejenigen, die sagen ›Vereint die Rechte‹ – damit vereinigen wir uns nicht«, sagte Badenoch in ihrer Abschlussrede beim Parteitag der Tories in Birmingham. »Sie sind nicht wie wir, wir sind nicht wie sie. Wir sind anders. Wir sind die Konservative Partei.« Viele der Wählerinnen und Wähler der Rechtspopulisten gehörten eigentlich zur Wählerschaft der Konservativen, sagte Badenoch weiter. »Wir haben sie enttäuscht und wir wollen, dass sie nach Hause zurückkehren.« »Sage nicht, dass wir gewinnen würden« Badenoch hatte am Dienstag in einem BBC-Interview gesagt, dass die Tories aufgrund der unbeständigen politischen Lage eine Chance hätten, die nächste Wahl zu gewinnen. Sie schränkte allerdings direkt ein: »Ich sage nicht, dass wir gewinnen würden.« Die aktuellen Umfragen würden demnach stattdessen auf ein Parlament ohne klare Mehrheit hindeuten, in dem keine Partei über eine absolute Mehrheit verfüge. Ihre Prognose sei, dass es unmittelbar danach eine weitere Wahl geben werde, sagte Badenoch. Die Konservativen seien ihrer Meinung nach die einzige glaubwürdige Alternative zur Labour-Partei. Badenoch verspricht Steuersenkungen bei Wahlsieg Während ihrer Rede versprach Badenoch für den Fall eines Wahlsiegs Steuersenkungen. So sagte sie etwa, sie wolle die Erbschaftssteuer vollständig abschaffen, sobald die britische Regierung dies finanziell verkraften könne. »Ich glaube, dass Menschen, die hart arbeiten und sparen, für diese Anstrengungen belohnt werden sollten«, sagte Badenoch. Die Erbschaftssteuer wird in Umfragen regelmäßig als die unbeliebteste Abgabe Großbritanniens genannt, obwohl nur etwa fünf Prozent der Nachlässe davon betroffen sind. Die nächste Wahl, die planmäßig erst 2029 stattfinden soll, sei ein » Kampf um die Seele dieser Nation , ein Kampf der Ideen«, sagte die Parteichefin. Die 46-Jährige ist seit November 2024 Vorsitzende der Tories und genießt als einzelne Politikerin höhere Beliebtheitswerte als ihre Partei. Spätestens seit der Wahlniederlage gegen die jetzige Regierungspartei Labour im Sommer 2024 kämpfen die Konservativen gegen niedrige Zustimmungswerte im Vereinigten Königreich. In Umfragen landet die Partei teils nur noch auf dem dritten Platz. Reform UK um den früheren Brexit-Vorkämpfer Nigel Farage gelang es hingegen, etliche Wählerinnen und Wähler zu gewinnen.