Zeit 30.11.2025
13:57 Uhr

Großbrand in Hongkong: Todeszahl nach Großbrand in Hongkong steigt weiter


Nach dem Brand eines Wohnkomplexes mit mehreren Hochhäusern in Hongkong sind mittlerweile 146 Tote gefunden worden. Mehr als 100 Menschen gelten weiter als vermisst.

Großbrand in Hongkong: Todeszahl nach Großbrand in Hongkong steigt weiter
Die Zahl der Toten nach dem Großbrand in einem Wohnkomplex in Hongkong hat sich auf 146 erhöht. Die Polizei teilte mit, dass weiterhin 100 Menschen vermisst würden und die Zahl der Opfer deshalb weiter steigen könnte. Insgesamt 79 Menschen wurden demnach verletzt. Einsatzkräfte haben den Angaben nach bislang vier der sieben ausgebrannten Wohntürme durchsucht. Aufgrund der extrem schlechten Sichtverhältnisse in den verwüsteten Gebäuden verlief die Suche nur langsam. Die Durchsuchung der übrigen Türme könnte noch Wochen dauern, hieß es. Nach Polizeiangaben suchten Spezialeinheiten die Gebäude systematisch ab – sowohl ausgebrannte Wohnungen als auch die Dächer. Ein leitender Beamter berichtete, die Strukturen der Hochhäuser seien zwar weiterhin stabil, doch die Dunkelheit im Inneren erschwere die Arbeiten erheblich. Beim jüngsten Einsatz wurden demnach 30 weitere Leichen entdeckt, von denen zwölf bereits in der Opferzahl enthalten waren. Der Verbleib von rund 100 Menschen ist weiter unklar. Anwohner legten am Komplex Wang Fuk Court im Vorort Tai Po Blumen nieder und gedachten der Opfer. Viele sprachen von einem "Weckruf" angesichts der Risiken bei Bränden in extrem hohen Wohnkomplexen. Brandursachen und Folgen Die acht Gebäude waren wegen Renovierungsarbeiten vollständig eingerüstet, als das Feuer ausbrach. Die Gerüste bestanden aus Bambus, zudem waren Fassaden mit Nylonnetzen und Platten aus Polystyrol verkleidet. Nach ersten Erkenntnissen beschleunigten diese Materialien die rasche Ausbreitung der Flammen. Die Behörden sprachen von großen Sicherheitsmängeln und stoppten Arbeiten an 28 weiteren Bauprojekten des Unternehmens, das für die Renovierungen am Wang Fuk Court verantwortlich war. Dort soll nun die Einhaltung aller relevanten Sicherheitsvorschriften überprüft werden. Bislang wurden elf Verdächtige im Zusammenhang mit dem Brand festgenommen, darunter leitende Angestellte der Baufirma und Subunternehmer.