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06.01.2026
12:23 Uhr
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Trump hat erneut mit der Eroberung Grönlands gedroht. Polens Ministerpräsident versicherte Dänemark, dass ganz Europa hinter seinem Partner stehe.

Dänemark könne sich darauf verlassen, dass ganz Europa hinter dem EU-Staat und der autonomen dänischen Insel Grönland stehe, sagte der polnische Ministerpräsident Donald Tusk. Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump erneut gedroht, dass er die arktische Insel übernehmen wolle. "Kein Mitglied sollte ein anderes Mitglied des Nordatlantikvertrags angreifen oder bedrohen", sagte Tusk. "Andernfalls würde die Nato ihre Bedeutung verlieren, wenn es innerhalb des Bündnisses zu Konflikten oder gegenseitigen Auseinandersetzungen käme." Die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen sagte zuvor ebenfalls, ein Angriff der USA würde das Ende der Nato besiegeln. "Wenn die Vereinigten Staaten beschließen, ein anderes Nato-Land militärisch anzugreifen, dann hört alles auf", sagte Frederiksen am Montag dem Fernsehsender TV2. "Das heißt, auch unsere Nato und damit die Sicherheit, die seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs gewährleistet ist." Der grönländische Ministerpräsident Jens Frederik Nielsen rief seine Landsleute dazu auf, Ruhe zu bewahren. Er verstehe, dass manche Grönländer mit Blick auf die Situation in Venezuela beunruhigt über die jüngsten Aussagen von US-Präsident Donald Trump seien, sagte Nielsen dem dänischen Rundfunk zufolge bei einer Pressekonferenz in der grönländischen Hauptstadt Nuuk. "Aber Venezuela und Grönland sind nicht vergleichbar." Bei einer Pressekonferenz am Montag sagte Nielsen, dass Grönland offen für Geschäfte mit den Vereinigten Staaten sei. Auch wolle man den Dialog mit verbündeten Ländern und mit der Nato verstärken.