Zeit 21.02.2026
09:42 Uhr

Griechenland: Mindestens drei Menschen sterben bei Bootsunglück vor Insel Kreta


Knapp 28 Kilometer vor Kreta ist ein Boot verunglückt. An Bord gewesen sein sollen Geflüchtete, die in Libyen starteten. Viele Menschen werden vermisst.

Griechenland: Mindestens drei Menschen sterben bei Bootsunglück vor Insel Kreta
Bei einem Bootsunglück vor der Mittelmeerinsel Kreta sind nach griechischen Medienberichten mindestens drei Menschen gestorben. Auf dem Boot befanden sich demnach Geflüchtete, die von Libyen aus nach Kreta und damit in die EU gelangen wollten. 20 Menschen konnten laut dem griechischen Rundfunk ERTNews gerettet werden. Zahlreiche weitere werden einem Bericht des kretischen Nachrichtenportals ekriti.gr zufolge noch vermisst. Wie örtliche Medien unter Berufung auf Kreise der Küstenwache berichteten, kam es knapp 28 Kilometer vor der Küste der griechischen Insel zu dem Unglück. Mehrere Schiffe beteiligen sich nach Angaben des griechischen Rundfunks an der Suche nach den Vermissten. Die Rettungsarbeiten würden allerdings durch starke Winde erschwert. Hohe Dunkelziffer bei Mittelmeertoten Erst vor knapp zwei Wochen waren bei einem anderen Unglück vor der Insel Chios 15 Migranten gestorben . Immer wieder bringen Schleuser Geflüchtete etwa aus Libyen und der Türkei auf griechische Inseln. Nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR erreichten im vergangenen Jahr rund 42.000 Migranten auf diesem Weg die Europäische Union. Im östlichen Mittelmeer registrierte das Hilfswerk im Vorjahr 107 Tote und Vermisste. In den Jahren zuvor hatten die Zahlen teilweise noch deutlich höher gelegen, für 2023 geht die Organisation etwa von 799 Toten aus. Die griechische Küstenwache nimmt jedoch an, dass die Dunkelziffer deutlich größer ist.