Zeit 18.02.2026
14:11 Uhr

Golf-Clan: Kolumbien nimmt Gespräche mit Drogenkartell Clan del Golfo wieder auf


Kolumbien verhandelt wieder mit dem Drogenkartell Clan del Golfo über Frieden und Entwaffnung. Vermittelt hat die katholische Kirche mithilfe vier weiterer Staaten.

Golf-Clan: Kolumbien nimmt Gespräche mit Drogenkartell Clan del Golfo wieder auf
Kolumbien will die Friedensgespräche mit dem Verbrechersyndikat Clan del Golfo wieder aufnehmen. Das kündigte die Regierung zwei Wochen nach einer Unterbrechung der Gespräche an. Ziel der Verhandlungen ist eine Entwaffnung des Drogenkartells sowie die Befreiung der von ihm kontrollierten Gebiete. Vermittelt wurde die Wiederaufnahme durch die Unterstützung der katholischen Kirche. Sie hatte dabei mit den Regierungen von Katar, Spanien, Norwegen und der Schweiz zusammengearbeitet. In einer gemeinsamen Erklärung gaben beide Parteien bekannt, dass der Gesprächsstopp "überwunden" und Vereinbarungen getroffen worden seien. Kartell hatte Verhandlungen mit Regierung abgebrochen Laut Angaben des kolumbianischen Nachrichtenmediums La Jornada waren die Gespräche Anfang des Monats vom Kartell aus Protest abgebrochen worden. Grund dafür waren die Vereinbarungen des kolumbianischen Präsidenten Gustavo Petro mit seinem US-amerikanischen Amtskollegen Donald Trump. Petro hatte gemeinsam mit den USA angekündigt, den obersten Anführer des Golf-Clans, Jobanis de Jesús Ávila, zu verhaften. Avila ist auch bekannt als Chiquito Malo. Zudem überreichte der kolumbianische Präsident Trump eine Liste der wichtigsten Drogenbosse Kolumbiens, um Unterstützung von den US-Geheimdiensten bei ihrer Festnahme zu erhalten. Als Folge der Ankündigungen unterbrach das Kartell die seit September laufenden Verhandlungen mit der kolumbianischen Regierung. Die Führung des Clan del Golfo bezeichnete die Vereinbarungen als Angriff auf ihre "gute Absicht". Petro habe seine persönlichen Interessen über das Wohl der Allgemeinheit gestellt, nämlich den Frieden in den Gebieten, teilte das Kartell mit. Der Clan del Golfo ist hauptverantwortlich für den Export von Kokain aus Kolumbien und wurde kürzlich von den Vereinigten Staaten als terroristische Organisation eingestuft.