Zeit 09.12.2025
06:24 Uhr

Globale Erwärmung: 2025 könnte zweitwärmstes Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen werden


Ein Bericht des EU-Dienstes Copernicus bestätigt Prognosen. Demnach könnten erstmals drei Jahre in Folge 1,5 Grad über der vorindustriellen Zeit gemessen worden sein.

Globale Erwärmung: 2025 könnte zweitwärmstes Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen werden
Das Jahr 2025 ist weiterhin auf Kurs, eines der drei heißesten bisher registrierten Jahre zu werden. Aktuell liege es mit 2023 auf dem zweiten Platz hinter 2024, schreibt der EU-Klimawandeldienst Copernicus in seinem Monatsbericht. Der vergangene Monat sei mit 14,02 Grad weltweit der drittwärmste je gemessene November gewesen. Besonders hoch waren die Temperaturen im Nordpolarmeer. Laut Copernicus lag die globale Durchschnittstemperatur zwischen Januar und November 1,48 Grad über dem Referenzwert der vorindustriellen Zeit von 1850 bis 1900, bevor der menschengemachte Klimawandel einsetzte. 2025 liege derzeit auf demselben Niveau wie 2023, das bisher das zweitwärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen ist. Das bestätigte die Prognosen des EU-Dienstes vom Vormonat . In Europa wurde mit durchschnittlich 5,74 Grad der fünftheißeste November gemessen. Während die Temperaturen in Osteuropa, in den baltischen Staaten oder in der Türkei ungewöhnlich hoch ausfielen, war es in Skandinavien und Süddeutschland eher kühl. Nur in drei Herbsten zuvor waren die Temperaturen in Europa so hoch wie in diesem Jahr. Erstmals drei Jahre in Folge über 1,5 Grad Celsius Der Klimawandel führte zu häufigeren und extremeren Wetterphänomenen, berichtet Copernicus. Das sei im November mehrfach zu sehen gewesen, etwa bei tropischen Wirbelstürmen in Südostasien, die katastrophale Überschwemmungen verursachten. Nach diesen Zahlen von Copernicus könnte der Durchschnitt der Temperaturen für die Zeit zwischen 2023 und 2025 erstmals drei Jahre in Folge 1,5 Grad über der vorindustriellen Zeit liegen. Vor zehn Jahren hatte das Pariser Klimaabkommen das Ziel gesetzt, die globale Erwärmung deutlich unter zwei Grad, möglichst aber auf 1,5 Grad zu beschränken. "Diese Zahlen spiegeln die Beschleunigung des Klimawandels wider. Der einzige Weg, den künftigen Temperaturanstieg zu mildern, besteht darin, die Treibhausgasemissionen schnell zu reduzieren", sagte Samantha Burgess von Copernicus. Von den überdurchschnittlich hohen Temperaturen waren insbesondere der Norden Kanadas, der Arktische Ozean und die gesamte Antarktis betroffen.