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14.01.2026
16:04 Uhr
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Immer mehr Spitzenpolitiker sagen ihre Teilnahme am Ludwig-Erhard-Gipfel ab, darunter Bundesforschungsministerin Bär. Bayern will die Veranstaltung nicht mehr fördern.

Auch Bundesforschungsministerin Dorothee Bär (CSU) hat ihre ursprünglich geplante Teilnahme am umstrittenen Ludwig-Erhard-Gipfel (LEG) der Weimer Media Group abgesagt. Anfang der Woche hatte bereits Markus Söder den Verzicht auf seine Teilnahme und Schirmherrschaft in diesem Jahr verkündet. "Man muss ökonomische und politische Dinge klar trennen, und da möchte ich auch kein Geschmäckle entstehen lassen", sagte der CSU-Chef zu seiner Entscheidung. Der Gipfel soll Ende April stattfinden. Bärs Absage begründete ihr Ministerium mit anderen Verpflichtungen. "Terminliche Überschneidungen machen eine Teilnahme am Gipfel nun leider nicht möglich", schrieb ihr Ministerium auf Anfrage. Bär wird demnach zu diesem Zeitpunkt auf Auslandsreise in Norwegen sein. Eigentlich war eine Teilnahme der CSU-Politikerin grundsätzlich vorgesehen. "Die endgültige Entscheidung hierzu stand jedoch noch aus", hieß es weiter. Auch Thorsten Frei und Lars Klingbeil nicht dabei Kanzleramtschef Thorsten Frei (CDU) habe seine Teilnahme "aufgrund anderweitiger dienstlicher Verpflichtungen" ebenfalls abgesagt, sagte Regierungssprecher Stefan Kornelius. Auch Vizekanzler Lars Klingbeil (SPD), der in der Vergangenheit schon Teilnehmer des Treffens war, kommt in diesem Jahr nicht. Er habe seine Teilnahme schon vor Längerem abgesagt, sagte ein Sprecher seines Ministeriums. Von Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU), die im vergangenen Jahr kurz nach ihrem Amtsantritt am Tegernsee dabei war, gibt es nach Angaben ihres Ministeriums auch keine Zusage. Unklar war zuletzt noch, wie sich Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer (CSU) verhält. Er hatte neben Bär und Frei laut der Weimer Media Group zunächst angekündigt, teilzunehmen. Das bayerische Wirtschaftsministerium zieht sich in diesem Jahr zudem finanziell wohl von der Veranstaltung zurück. "Wir werden jetzt voraussichtlich heuer uns finanziell dort nicht engagieren, bis die Dinge endgültig geklärt sind", sagte Minister Hubert Aiwanger (Freie Wähler). In der Vergangenheit war das Ministerium über die geförderte Agentur Bayern Innovativ engagiert. Sie hatte 2025 etwa 165.000 Euro beigesteuert. Innerhalb der Staatsregierung läuft noch eine Compliance-Prüfung. Ludwig-Erhard-Gipfel gerät in Kritik Der Ludwig-Erhard-Gipfel, der eng mit Kulturstaatsminister Wolfram Weimer verbunden ist, geriet zuletzt in die Kritik. Berichten zufolge soll die Weimer Media Group Unternehmen gegen Geld exklusiven Zugang zu Bundesministern ermöglicht und dabei mit "Einfluss auf politische Entscheidungsträger" geworben haben. Die Gruppe wies diese Vorwürfe zurück. Nachdem die Kritik bekannt geworden war, hatte sich Weimer vorläufig von seinen Anteilen an der Weimer Media Group getrennt. Noch vor seinem Amtsantritt hatte er die Geschäftsführung niedergelegt. Weimer besitzt 50 Prozent der Verlagsgruppe, die er 2012 gemeinsam mit seiner Frau gegründet hatte. Für die Dauer seiner politischen Amtszeit gehen diese Anteile an einen Treuhänder.