Zeit 14.01.2026
11:55 Uhr

Gipfel am Tegernsee: Auch Dorothee Bär sagt Auftritt bei Erhard-Gipfel ab


Wie Markus Söder verzichtet die Forschungsministerin auf den Besuch einer Veranstaltung der Weimer Media Group. Anders als der CSU-Chef verweist Bär auf Termingründe.

Gipfel am Tegernsee: Auch Dorothee Bär sagt Auftritt bei Erhard-Gipfel ab
Auch Bundesforschungsministerin Dorothee Bär (CSU) hat ihre ursprünglich geplante Teilnahme am Ludwig-Erhard-Gipfel (LEG) der Weimer Media Group Ende April abgesagt. Anfang der Woche hatte bereits Markus Söder den Verzicht auf seine Teilnahme und Schirmherrschaft in diesem Jahr verkündet. "Man muss ökonomische und politische Dinge klar trennen, und da möchte ich auch kein Geschmäckle entstehen lassen", sagte der CSU-Chef zu seiner Entscheidung. Bärs Absage begründete ihr Ministerium mit anderen Verpflichtungen. "Terminliche Überschneidungen machen eine Teilnahme am Gipfel nun leider nicht möglich", schrieb ihr Ministerium auf Anfrage. Die Ministerin werde auf einer Auslandsreise sein, bei der es insbesondere um einen Austausch zu den Themen der sogenannten Hightech-Agenda Deutschland gehen soll. Wohin Bär reisen wird, ging aus der Antwort des Ministeriums nicht hervor. Eigentlich war eine Teilnahme der CSU-Politikerin grundsätzlich vorgesehen. "Die endgültige Entscheidung hierzu stand jedoch noch aus", hieß es weiter. Geplant war zudem, dass Bär eine Rede auf dem Erhard-Gipfel halten würde, wie eine Sprecherin bereits im November mitgeteilt hatte. Neben der Bundesforschungsministerin hatten laut Weimer Media auch Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer (CSU) und Kanzleramtschef Thorsten Frei (CDU) zugesagt. Ludwig-Erhard-Gipfel gerät in Kritik Der Ludwig-Erhard-Gipfel, der eng mit Kulturstaatsminister Wolfram Weimer verbunden ist, geriet zuletzt in die Kritik. Berichten zufolge soll die Weimer Media Group Unternehmen gegen Geld exklusiven Zugang zu Bundesministern ermöglicht und dabei mit "Einfluss auf politische Entscheidungsträger" geworben haben. Die Gruppe wies diese Vorwürfe zurück. Nachdem die Kritik bekannt geworden war, hatte sich Weimer vorläufig von seinen Anteilen an der Weimer Media Group getrennt. Noch vor seinem Amtsantritt hatte er die Geschäftsführung niedergelegt. Weimer besitzt 50 Prozent der Verlagsgruppe, die er 2012 gemeinsam mit seiner Frau gegründet hatte. Für die Dauer seiner politischen Amtszeit gehen diese Anteile an einen Treuhänder.